Lauda / Königshofen

Jahreshauptversammlung und Cäcilienfeier Kirchenchor Oberlauda hatte vielfältiges Programm zu bewältigen / Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

Irma Hönninger singt seit 65 Jahren Sopran

Archivartikel

Oberlauda.Dass ein Kirchenchor nicht nur unbedingt für die gesangliche Mitgestaltung der Liturgie zuständig ist, sondern so ganz nebenbei ein sehr lebhaftes und abwechslungsreiches Vereinsleben führt, bewiesen beim Kirchenchor Oberlauda einmal mehr die verschiedenen Rechenschaftsberichte im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit Cäcilienfeier im Gasthaus „Stern“ in Lauda.

Die besonderen Grußworte der Vorsitzenden Hildegard Zettelmaier galten dazu besonders Präses Pfarrer Ralph Walterspacher, Diana Fleuchaus vom Pfarrgemeindeteam, Chorleiterin Gisela Dees, Organistin Bärbel Mitsch und deren Vorgängerin Irmgard Wartha.

Nach dem Totengedenken und Abendessen stellte die Vorsitzende in ihrem kurzen Rückblick fest, dass der Chor wieder viel geleistet habe, auch außerhalb seines eigentlichen Wirkungsgebietes, der Kirche. Möglich sei dies nur gewesen, weil alle, Chor, Chorleitung und Verantwortliche, an einem Strang gezogen hätten. Ihnen allen galt ihr besonderer Dank für ein reibungslos und harmonisch verlaufenes Vereinsjahr.

Wie rührig und vielfältig der Chor in den letzten zwölf Monaten unterwegs war, erläuterte danach noch einmal die Schriftführerin Ulrike Arlt.

In vier Vorstandssitzungen wurden die Weichen gestellt für fünf Termine in der Vorweihnachtszeit einschließlich der Dorfweihnacht, Festgottesdienst an Weihnachten mit instrumentaler Begleitung, einem ökumenischen Gottesdienst in Unterbalbach, einem närrischen Abend im Gasthaus „Stern“ in Lauda, Mitwirkung an der gesamten Karfreitags- und Osterliturgie, teilweise auch im Zusammenwirken mit dem Kirchenchor Lauda, Solisten und einem Kinderchor, Gottesdienst an der Grotte mit dem Musikkapelle, den „Singvöchel“ und Kindergartenkindern, Pfingsten, Skapulierfest mit Prozession, Allerheiligen, Martinsumzug und natürlich das Patrozinium vor wenigen Tagen.

Vier runde Geburtstage durften gefeiert werden, dazu kamen dann noch sonstige gesellige Termine in der probenfreien Zeit während der Sommerferien. Sechs Beerdigungen mit zusätzlich noch drei Trauergottesdiensten mussten leider auch bewältigt werden.

Der gesellige Höhepunkt des Jahres dürfte allerdings der Tagesausflug nach Creglingen mit Besichtigung der Herrgottskirche, des Fingerhutmuseums, des Ronschlössles mit Rosengarten und des Lindleinturmes gewesen sein. So „ganz nebenbei“ wurde auch noch die Abendmesse in Tauberrettersheim gesanglich mitgestaltet.

Ähnlich akribisch, wenn auch viel kürzer, entpuppte sich anschließend der Kassenbericht von Christa Scherer. Spenden sind hier die Haupteinnahmequellen, Notenmaterial und gemeinsame Unternehmungen sorgen für die Ausgaben. Die Kassenprüfer Rudi Don und Jürgen Faul bescheinigten ihr eine geordnete und korrekte Kassenführung. Erhard Stephan beantragte daraufhin die Entlastung des Vorstands, die auch einstimmig erteilt wurde. Als Wahlleiter hatte er bei den nachfolgenden Neuwahlen ein leichtes Spiel, hatten sich doch alle bereits im Vorfeld für eine weitere Mitarbeit bereiterklärt. Lediglich Gerlinde Brennfleck verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl in den Beirat.

Gewählt wurden, durchweg per Handzeichen und einstimmig: Vorsitzende Hildegard Zettelmaier; stellvertretender Vorsitzender: Wolfgang Haas; Schriftführerin, Ulrike Arlt; Kassiererin, Christa Scherer, Beisitzerinnen, Klara Stephan und Heidi Ernst; Kassenprüfer, Rudi Don und Jürgen Faul.

Zahlreiche Ehrungen

Ehrungen standen als nächstes auf der Tagesordnung. Seit 65 Jahren singt Irma Hönninger im Sopran. Ralph Walterspacher überreichte ihr deshalb ein besonderes Dankschreiben des Diözesanpräses Wolfgang Gaber mit einem Bild des Königs David mit der Harfe aus der Vorhalle des Freiburger Münsters. Klara Stephan ist seit 55 Jahren und Melitta Stephan seit 40 Jahren dabei (beide Sopran). Für alle gab es zu den Glückwünschen noch ein kleines „Dankeschön“ vom Chor.

Eine besondere Ehrung hatte Wolfgang Haas für Hildegard Zettelmaier vorbereitet. Die Vorsitzende bekleidet dieses Amt nicht nur seit 28 Jahren, sie war davor auch schon 22 Jahre Schriftführerin. Insgesamt gehört sie seit 55 Jahren dem Chor an (Sopran) und hat ihn in dieser Zeit wie kaum jemand vor ihr geprägt.

Kompetent und vermittelnd, immer aktuell informiert und für alle Probleme offen sind ihr Markenzeichen und dafür werde sie auch von allen geschätzt und respektiert. Als äußeres Zeichen für ihr Engagement überreichte er ihr die entsprechenden Dankurkunden und ein Präsent. Kleine Aufmerksamkeiten gab es danach noch für die anderen „Funktioner“ und die vielen Helfer, die ein reibungsloses Chorleben mit seinen Proben und Verpflichtungen erst ermöglichen und dazu gehören unter anderem auch die Chorleiterin Gisela Dees, die Organistin Bärbel Mitsch und der Notenwart Rudi Don. Die Zusammenarbeit funktioniere vorbildlich und das nicht nur bei den gesanglichen Verpflichtungen, so das Resümee von Gisela Dees. Das gesamte Umfeld stimme, die neuen Lieder spornen an, auch die von zeitgenössischen Komponisten. Mit gelungenen Auftritten machen sich die Aktiven selbst das schönste Geschenk. Sorgen bereite ihr lediglich die Nachwuchsfrage. Da muss man unbedingt aktiv werden.

Pfarrer Walterspacher schwärmte noch vom Patrozinium, dem letzten Highlight. Der Chor habe dabei bewiesen, dass er in jeder Situation zu besonderen Leistungen fähig ist. In naher Zukunft werde die Außentreppe der Kirche in Stand gesetzt und im Kirchenschiff eine Gebetsecke eingerichtet. Der Chor hat eventuell wieder die Möglichkeit, bei den Einweihungen gesanglich zu glänzen.

Für Diana Fleuchaus vom Pfarrgemeindeteam ist das Engagement des Kirchenchores vorbildlich und das Liedrepertoire zu allen Gelegenheiten passend. Mit einem Hinweis auf Termine beendete Hildegard Zettelmaier die Versammlung. erha

Zum Thema