Lauda / Königshofen

Bauplatzsituation Der Bereich „Ortsetter“ in Oberlauda soll überplant werden

Innerörtliche Lücke schließen

Lauda-Königshofen.Bauplätze in kommunaler Hand sind in Oberlauda mittlerweile Mangelware. Dem wollen die Stadträte nun abhelfen. Für den Bereich „Ortsetter“ soll ein Bauleitplan erarbeitet werden, wie in der Sitzung des Gemeinderats beschlossen wurde.

Wo bisher Streuobstwiesen und üppiges Gras gedeihen, könnten bald schon Häuser stehen. Zumindest wenn es nach dem Wunsch der Verwaltung geht. Elf Grundstücke, die teilweise von der Schulstraße bis zur Johann-Martin-Schleyer-Straße reichen, sollen in einem Bebauungsplan zusammengefasst werden. Diese Schließung einer innerörtlichen Lücke stieß bei den Gemeinderäten auf Zustimmung.

Ganzheitliche Lösung

Zusätzlich will man am Projekt „Ländlicher Raum für die Zukunft“ des Gemeindetags Baden-Württemberg teilnehmen. Der Antrag dazu soll in Kürze gestellt werden. Ziel dieses Projektes ist, laut Aussagen der Verwaltung, den Anstoß zu einem ganzheitlichen und umsetzungsorientierten Lösungsprozess zu geben. Alle Beteiligten sollen dabei lernen, gemeinsame Ansätze zu formulieren und ein Konzept zur Umsetzung zu entwickeln.

Laut Stadtbaumeister Tobias Blessing hatte man sich aufgrund der Kleinteiligkeit bewusst für Oberlauda entschieden. Der Ort sei beispielhaft. Durch das Projekt wolle man mehr „Qualität im Ortskern“ schaffen. Für Blessing kommt der Entwicklung des Ortsetters auch deshalb große Bedeutung zu, weil ein Baugebiet in der Nähe der Sportanlagen nicht realisiert werden kann.

Den Stadträten Jochen Groß (SPD) und Fabian Bayer (CDU) spricht diese Initiative aus der Seele. „Es gibt Hoffnung, dass sich etwas tun kann, denn es fehlt an Bauplätzen“, so Groß. Beide freuen sich über die Anregung zu dem Bebauungsplan. Hubert Segeritz kann der Idee auch einiges abgewinnen. Er schlug vor, am dortigen Bach noch eine Wassertretanlage einzubauen. Blessing war offen für diese Überlegung.

Für die innerörtliche Fläche „Ortsetter“ sollen nun die Bauleitplanunterlagen ausgearbeitet werden.

Einmütigkeit herrschte auch bei der Zustimmung zum Wege- und Gewässerplan im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens für Oberlauda (L511). 2007 wurde es auf den Weg gebracht, als es um den Ausbau der Landesstraße im Bereich Friedhof und Ortsdurchfahrt ging. Weil in der Zwischenzeit weitere Grundstücke mit einbezogen worden sind, wird sich das Verfahren nach Auskunft von Stadtbaumeister Blessing noch einige Jahre hinziehen. Ziel ist, die Bereiche besser zu erschließen. Derzeit gebe es dort nur geduldete Zufahrten.

Das Vermessungs- und Flurbereinigungsamt hat den Wege- und Gewässerplan erstellt. Im Vordergrund steht auch ein ökologischer Mehrwert, so Blessing. Demnach sollen sich die Feuchtzonen vergrößern.

In dem Zuge sind auch Arbeiten an der Wasserversorgung vorgesehen.

Blessing informierte, dass die Verfahrenskosten vom Land getragen werden, für die Umsetzung erhält die Stadt einen Zuschuss von 67 Prozent der Kosten. dib

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