Lauda / Königshofen

Leserbrief Zum Bericht: „Maßnahmen für Bürger...“ (FN, 25. März)

In Sachen Wirtschaft hauptsächlich als Mann der Reklame unterwegs?

Lieber Herr Wyrwoll,

arg im Ton daneben klingt die eingangs zu lesende Versicherung, dass „Wyrwoll“ sicherstellen will, „dass Lauda-Königshofen in und nach der Corona-Krise bei Wirtschaft und Sozialem optimal aufgestellt ist“. Ist ihrem Texter entgangen, dass die Welt in diesen Wochen aus den Fugen geraten ist?

Im Wahlkampf haben Sie sich engagiert und bürgernah gezeigt. Dafür gebührt Ihnen mein Respekt. Neugierig geworden, habe ich mich ein wenig mit ihrem Lebenslauf beschäftigt, der nahezu lückenlos im Internet recherchierbar ist.

Gehe ich fehl in der Annahme, dass Sie als Jurastudent nur bedingt juristische Kompetenzen erworben haben und in Sachen Wirtschaft hauptberuflich ausschließlich als Mann der Reklame-Wirtschaft unterwegs waren?

Als letzte Veröffentlichung im November letzten Jahres für Ihren Arbeitgeber ist ein Beitrag über den Nutzen von Weihnachtsfeiern für eine bessere Mitarbeitermotivation veröffentlicht.

Polemik liegt mir völlig fern, doch drängt sich dem unbefangenen Leser der Eindruck auf, dass sich Ihre Unternehmenskommunikation als „George Wyrwoll“ seit über 13 Jahren auf den Vertrieb von wiederaufladbaren Prepaid-Karten zu konzentrieren scheint.

Etwas wenig finde ich, um für den aufreibenden Job des Verwaltungschefs gewappnet zu sein.

Arg bemüht wirkt deshalb Ihre Versicherung, die „Kontakte zur Landesregierung und zur Wirtschaftministerin“ weiter nutzen zu wollen.

Dass diese über das in Ihrem Wahlflyer abgedruckte gemeinsame Foto mit Wirschaftsministerin Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hinausgehen, lässt sich Ihrem Bericht in der gestrigen Ausgabe der Fränkischen Nachrichten nicht entnehmen.

Belehren Sie mich bitte eines Besseren!

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