Lauda / Königshofen

Bemerkenswerte Bäume Die Schwarzkiefer

Imposantes Naturdenkmal

Archivartikel

Oberlauda.Eine besondere Schwarzkiefer in Oberlauda ist im Fokus der Serie „Bemerkenswerte Bäume“.

Die Schwarzkiefer ist ein immergrüner Nadelbaum. Sie ist an ihrer dunkelgrünen Benadelung gut zu erkennen. Daher auch der Name. Im Gegensatz zu anderen Kiefernarten sind ihre Nadeln mit acht bis 16 Zentimetern deutlich länger: Sie sind starr, spitz und zu zweit angeordnet. Ihre Früchte sind waagrecht abstehende, eiförmige und hellbraune Zapfen. Die Zapfen öffnen sich bei Trockenheit. Bei feuchtem Wetter schließen sie sich wieder. Dieser Mechanismus hat mit dem Samenflug zu tun. Die Samen sollen nur dann vom Wind davon geblasen werden, wenn die Flugbedingungen günstig sind. Pinus nigra, wie der wissenschaftliche Name lautet, kann bis zu 40 Meter hoch werden.

Die Schwarzkiefer stammt aus dem Mittelmeerraum und kommt dort mit sehr schwierigen Standorten zurecht. Im 19. Jahrhundert wurde sie neben der heimischen Waldkiefer für die Aufforstungen von Ödland verwendet, also von Flächen, die für die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr brauchbar waren. Wälder, die alte Schwarzkiefern enthalten, sind aus Erstaufforstungen nach 1870 entstanden.

Ein besonders uriges Exemplar steht bei Oberlauda. Der rund 130 Jahre alte Baum ist wegen seiner Kandelaberform als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Schwarzkiefer ist 25 Meter hoch und hat einen Umfang von 2,90 Meter. Wer den Baum besuchen möchte, folgt dieser Wegbeschreibung: In Oberlauda nahe der Kirche der Vorstadtstraße und in ihrer Verlängerung dem asphaltierten Weg am Bach folgen, bis nach 800 Metern der Wald auf der linken Seite beginnt. Auf der rechten Seite steht ein bemerkenswerter Bildstock. Hier links rund 150 Meter dem Hohlweg am Waldrand entlang bergauf folgen. lra

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