Lauda / Königshofen

Narrenring Mitglieder diskutierten über anstehende Kampagne / Verleihung „Ehrentill“ abgesagt

Hoffnungsschimmer für Eröffnungssitzung

Lauda.51 Vereine der 55 Mitgliedsvereine des Narrenrings Main-Neckar fanden den Weg nach Lauda zur Besprechung der anstehenden Fastnachtskampagne. Es war ein besonderes Treffen in Lauda, dies zeigt allein, dass 93 Prozent der Mitgliedsvereine anwesend waren.

Inzwischen schon Standard sind Hygienekonzept, Meldescheine zur Infektionskettenverfolgung und ordentlich Mindestabstand. Es war kein Problem, wenn man so wie der Förderverein der Tanzsportabteilung der NG Lauda eine ehemalige Bundeswehrsporthalle auf Dauer gemietet hat und die Zuhörerzahl schon im Voraus auf Mindestzahlen beschränkt ist. So konnte Präsident Stefan Schulz mit seinem Präsidium die bevorstehende Kampagne und ihre Vorbereitung sprechen. Dass dies eine besondere Zeit wird, war bereits vor der Sitzung allen Mitgliedsvereinen klar. So erhofften sich einige einen klaren Fahrplan für die Kampagne.

Dieser Wunsch blieb ihnen aber verwehrt. Der Präsident beleuchte die anstehende Kampagne und ihre Veranstaltungen. Der Narrenring hat den Umzug der von der NG Oberlauda und der NG Strumpfkapp Ahoi Lauda ausgerichtet worden wäre, bereits früh abgesagt (wir berichteten). Dies liege daran, dass dafür das Genehmigungsverfahren jetzt hätte abgeschlossen werden müssen. Schulz betonte, dass niemand ein Amt in der jetzigen Phase in die Verlegenheit bringen möchte, eine Veranstaltung mit über 10 000 Besuchern zu genehmigen. Ebenso entstünden für eine Großveranstaltung immense Kosten bereits im Vorfeld, weshalb die frühe Absage erfolgte. Auch die Verleihung des „Ehrentills“, die alle zwei Jahre stattfindet, wurde für die kommende Kampagne abgesagt. „Einzig der Hoffnungsschimmer für die Narrenringeröffnungssitzung hält sich noch ein wenig“, hieß es.

Nachdem sich die Vereine intensiv ausgetauscht hatten, bleibt eines festzuhalten: Die Fastnacht wird stattfinden – einzig über die Größe und ihren Rahmen kann sich keiner sicher sein. Es werde die Kreativität der Fastnachter gefragt sein, wie in Zeiten von Corona gefeiert werden könne. Schulz war sich sicher, dass auch ausgemusterte kleinere Veranstaltungen ihre Renaissance und eventuell auch Onlineveranstaltungen kommen werden. Es sei klar, alles Geplante könne durch eine neue Welle oder einen Hotspot schnell zunichte gemacht würden.

Von den Planungen ließen sich die Fastnachter nicht abbringen. So berichtete Schulz über das Soforthilfeprogramm aus Baden-Württemberg, das Fastnachtsvereinen, die einem Dachverband angeschlossen sind, zugute kommt. Die bayrischen und hessischen Vereine aus dem Narrenring hoffen, dass ihre Bundesländer nachziehen. „So laufen die Vorbereitungen nun erstmal weiter“, so Schulz. pm

Zum Thema