Lauda / Königshofen

Bürgermeisterwahl Dr. Lukas Braun legt „8-Punkte-Plan zur Abfederung der Corona-Krise“ vor

Hilfen für heimische Wirtschaft

Lauda-Königshofen.Der von den Fraktionen der Freien Bürgerliste und der SPD/Freie Bürger unterstützte Kandidat für die Bürgermeisterwahl, Dr. Lukas Braun, hat im Nachgang zu seiner Telefonsprechstunde einen „8-Punkte-Plan zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise“ vorgelegt. Hierzu ging uns vom Kandidaten folgender Bericht zu: „Ich hatte Kontakt zu einigen Unternehmern und Selbstständigen. Wir müssen jetzt deutlich über reine Fragen des Infektionsschutzes hinausdenken. Bei vielen Handwerksbetrieben, Einzelhändlern und Selbstständige geht es gerade um die Existenz“, sagte Braun. Die Stadtverwaltung müsse jetzt noch mehr Führungskraft zeigen, damit Lauda-Königshofen gut durch die Krise komme.

Im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister will Braun unverzüglich ein Kompetenzzentrum und eine Telefon-Hotline für betriebliche Hilfen einrichten. „Es gibt eine Vielzahl von Entlastungen, die kleine Betriebe kaum überblicken. Diese reichen von arbeitszeitrechtlichen Ausnahmegenehmigungen, Steuerstundungen, Anpassungen der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen, Kurzarbeit, Darlehen öffentlicher Förderbanken (KfW/L-Bank) bis hin zur Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen und dem Verzicht auf einschlägige Nebenforderungen“, erläuterte Braun. Er wolle daher im Rathaus Informationen über Möglichkeiten und Antragsverfahren bündeln.

Zudem will er einen Runden Tisch anberaumen, um den Informationsfluss aus den Betrieben in die Stadtverwaltung zu verbessern. Weitere Entlastung will Braun durch die Bereitstellung von standardisierten Aushang-Plakaten für Geschäfte und Gastronomie-Betriebe erreichen, mit denen den Kunden vom Land verordnete Einschränkungen oder Schließungen des Betriebs erläutert werden.

Für Veranstalter und Kreativschaffende sollen Leitfäden bereitgestellt werden, die das Absagen von Veranstaltungen erleichtern und Rechtsgrundlagen für vertragliche Nachverhandlungen erläutern. Zudem sollen künftig digitale Bürgerservice-Angebote des Rathauses ausgeweitet werden.

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will Braun künftig drei Punkte vorantreiben. Erstens soll sich die Stadt mehr um örtliche Nahversorgungsangebote kümmern. „In der aktuellen Lage einen Bäcker oder Metzger vor Ort zu haben, ist Gold wert“, befand Braun. Zweitens soll gemeinsam mit dem ortsansässigen Gewerbe eine „digitale Einkaufsstadt“ entwickelt werden. „Wir können mit einem gemeinsamen Online-Angebot Einzelhandel, Handwerk und bestehende Lieferdienste kundenfreundlich vernetzen. Eine solche Plattform schafft örtliche Kundenbindung und macht uns in Situationen wie der jetzigen weniger verwundbar“, sagte Braun. Zudem will er mit dem Ausbau des Breitband-Internets, dem Kampf gegen Mobilfunk-Löcher und der Entwicklung von Co-Working-Büros das digitale Arbeiten erleichtern. lbr

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