Lauda / Königshofen

Kinder- und Jugend-Hospizdienst Die Sparkasse Tauberfranken stellt sich in den Dienst der guten Sache

Große Freude über 4300-Euro-Spende

Familien mit schwerstkranken Kindern besuchen, sich um Geschwister kümmern, Eltern entlasten, Unterstützung anbieten – Aufgaben des Kinder- und Jugendhospizdienstes Sonnenschein.

Main-Tauber-Kreis. Möglich wurde dies durch eine Kooperation zwischen dem Malteser Hilfsdienst und dem Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, die im Februar 2011 getroffen wurde.

Das gemeinsame Ziel: die ambulante Versorgung von sterbenskranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern und Geschwisterkindern im Main-Tauber-Kreis zu verbessern. Zum neunjährigen Bestehen verfügt der Kinder- und Jugendhospizdienst über zwei hauptamtliche Koordinatorinnen und 25 ehrenamtliche Helfer, die sich als Paten oder Begleiter der betroffenen Familien sehen.

Helfen, wo es nötig ist

Mitarbeiter des Kinderhospizdienstes nehmen sich Zeit für Familien mit Kindern und Jugendlichen, die eine lebensverkürzende Krankheit haben. Sie unterstützen überall, wo Hilfe nötig ist und sind Gesprächspartner für die erkrankten Kinder und Jugendlichen, deren Eltern, Geschwister und Freunde. Das Angebot des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes wird überwiegend ehrenamtlich erbracht.

Die beiden hauptamtlichen pädiatrischen Palliativfachkräfte beraten die Familie und koordinieren das Unterstützungsangebot.

Danach kommt – sofern gewünscht – einer der in einem dreiteiligen Kurs sorgfältig qualifizierten, ehrenamtlichen Mitarbeiter in die Familien. Dazu sei die einzige Voraussetzung, dass sich die Familie selbst melde, erklärt die hauptamtliche Koordinatorin Elsbeth Kiesel. „Manche Angehörige melden sich kurz nach dem Zeitpunkt der Diagnose, andere erst sehr viel später“.

Durch ihr zeitliches, aktives und einfühlendes Engagement bieten sie Entlastung und Stärkung an, mit dem Ziel, dadurch für alle Betroffenen zu einer möglichst hohen Lebensqualität beizutragen. Oft geht die Begleitung über Jahre. In der Planung ist derzeit, voraussichtlich 14 weitere Ehrenamtliche zu qualifizieren, so dass insgesamt 38 Helfer bereitstehen.

Um den Austausch unter Betroffenen zu fördern, wurde 2016 im Mehrgenerationenhaus in Lauda in der Josef-Schmitt-Straße 26a das Trauercafe eröffnet. Hier kann jeder erzählen, was ihn bewegt oder einfach nur zuhören. Hier sind die Interessierten mit all ihren Gefühlen und Fragen willkommen, können unverbindlich „Da-sein“ und bei einer Tasse Kaffee mit Gleichbetroffenen ins Gespräch kommen. Man trifft sich alle sechs Wochen abwechselnd am Freitagabend oder Samstagnachmittag.

Die Angebote des Kinder- und Jugendhospizdienst ist für die Familien kostenfrei und unabhängig von Nationalität oder Religionszugehörigkeit.

Besondere Spendenaktion

Deshalb hat sich die Sparkasse Tauberfranken im Herbst vergangenen Jahres dazu entschieden, die Weihnachtsspendenaktion der neuen Stiftergemeinschaft Tauberfranken zugunsten des Kinderhospizdienstes auszurufen. In allen Geschäftsstellen und in den digitalen Kanälen der Sparkasse wurden Kunden und Besucher über die Möglichkeit informiert. Das Ergebnis: stolze 4300 Euro.

„Die Sparkasse Tauberfranken ist fest in der Region verwurzelt. Ein Teil des erwirtschafteten Ergebnisses kommt den Menschen im Geschäftsgebiet durch zum Beispiel durch Spenden oder Förderungen zugute“, erklärte der Vorsitzende des Vorstands, Peter Vogel, der mit dem Erfolg der Spendenaktion die Idee der neuen Stiftergemeinschaft Tauberfranken bestätigt sieht. „Mit unserem neuen Stiftungsmanagement und der daraus entstandenen Stiftergemeinschaft komplettieren wir unser soziales Engagement und bieten Interessenten zusätzlich die Möglichkeit, sehr einfach eine eigene Stiftung zu gründen“, so Vogel weiter. Im Namen des Kinderhospizdienstes bedankten sich Elsbeth Kiesel und Silke Schloer für die Spende.

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