Lauda / Königshofen

Bahnhof Lauda Neuer Meilenstein beim Bau der Personenunterführung / 220-Tonnen-Betonstück um mehr als 50 Meter bewegt

Gigantische Konstruktion eingebaut

Archivartikel

Wie bewegt man ein gut drei Meter hohes, sechs Meter breites, acht Meter langes und rund 220 Tonnen schweres Betonstück um mehr als 50 Meter?

Lauda. Im nördlichen Areal des Laudaer Bahnhofs wurde genau diese Frage kürzlich gründlich diskutiert. Die gute Nachricht vorneweg: Der Einschub der gigantischen Konstruktion hat erfolgreich funktioniert. Damit hat der Bau der Personenunterführung einen weiteren Meilenstein erreicht.

Echtes Erfolgserlebnis

Die beteiligten Mitarbeiter der Firma Strabag Rail verzeichneten dabei ein echtes Erfolgserlebnis. Die beiden ersten Rahmenbauteile, die später die Unterführung bilden, wurden mittels einer hydraulisch betriebenen Stahlschiene an ihren endgültigen Standort bewegt.

Dabei wurde das Bauteil mittels Hydraulikpressen angehoben und „glitt“ anschließend auf einem Stickstoff-Luftposter nahezu reibungslos auf den seitlich angebrachten Verschubbahnen.

Eine ganze Stunde

Weil das Verrücken angesichts der gewaltigen Masse naturgemäß nicht ganz einfach war, dauerte es jeweils eine ganze Stunde, bis das Objekt mit außerordentlich viel Fingerspitzengefühl an der gewünschten Stelle positioniert war. Dabei bewegte sich die Betonkonstruktion ganz langsam um etwa einen Meter pro Minute vorwärts.

Wie geht es beim Bau der neuen Personenunterführung, die den Stadtteil Lauda weiter zusammenwachsen lässt, nun weiter? In den kommenden Wochen werden zwei weitere Rahmenbauteile – Nummer drei und vier – außerhalb der Gleise aus Beton gegossen und voraussichtlich im Dezember an ihren vorgesehenen Standort geschoben. Dann folgen weitere Arbeitsschritte. Die Fertigstellung der Maßnahme ist bis Sommer 2020 geplant. stv

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