Lauda / Königshofen

Goldene Hochzeit Hildegard und Adelbert Lanig aus Deubach sind seit fünf Jahrzehnten verheiratet

Gelegentliche Kurzreisen sorgen für Abwechslung im Alltag

Archivartikel

Deubach.Ihre goldene Hochzeit können an diesem Samstag Hildegard und Adelbert Lanig in Deubach feiern.

Die 1949 in Eßfeld bei Giebelstadt geborene Hildegard Lanig wuchs gemeinsam mit ihrem Bruder auf dem Landwirtschaftshof ihrer Eltern auf. Nach dem Hauptschulabschluss besuchte sie die Hauswirtschaftsschule in Würzburg. Zudem war sie im elterlichen Gut tätig.

Adelbert Lanig, ebenfalls Jahrgang 1949, gilt als Deubacher „Urgestein“ und ist in seinem Geburtsort bis heute eng verwurzelt geblieben. Dort wuchs er als zweiter Sohn des Landwirtsehepaars Stefan und Theresia Lanig mit seinen drei Brüdern schon recht früh in den elterlichen Betrieb hinein. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Berufsausbildung zum Landwirt, zumal er beabsichtigte, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

1969 lernten sich Hildegard und Adelbert Lanig auf dem Frankenhallenfest in Reckerstal kennen. Am 18. Juli 1970, einen Tag nach seinem 21. Geburtstag, schlossen sie sowohl standesamtlich als auch kirchlich jeweils in Deubach den Bund der Ehe miteinander. Rund ein Jahr nach der Heirat übernahm Adelbert mit seiner Frau Hildegard den elterlichen Hof. 1971 wurde Sohn Stefan geboren, der heute im benachbarten Unterbalbach mit seiner Ehefrau sowie den beiden momentan zwölf- und 15-jährigen Töchtern lebt.

1977 erblickte der zweite Sohn Bernhard das Licht der Welt, der gegenwärtig nach wie vor im Haus in Deubach lebt und seit etwa fünf Jahren nebenberuflich gemeinsam mit seinem Vater den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb weiterführt.

Adelbert Lanig engagiert sich einerseits seit Jahrzehnten für seinen Heimatort Deubach, andererseits war es ihm immer wichtig, den Blick auch über den Tellerrand des heutigen und kleinsten Lauda-Königshöfer Stadtteils zu richten.

Anfangs der 80er Jahre spezialisierte er seine Landwirtschaft auf Schweinezucht, gab diesen Betriebszweig jedoch vor über zehn Jahren auf. Als gelernter und enorm erfahrener Landwirt fungierte er über 25 Jahre als Ortsobmann des Bauernverbandes und war 26 Jahre Ortsobmann des Zuckerrübenverbandes Baden-Württemberg. Und nach wie vor ist er überwiegend in Süd- und Südwestdeutschland gutachterlich als Schätzer von Hagelschäden für die Landwirtschaft sowie als landwirtschaftlicher Berater unterwegs.

Vor allem in seiner 20-jährigen Amtszeit als Ortsvorsteher und von 1994 bis 2014 als Mitglied des Ortschaftsrats von 1975 bis 2019 hat er für Deubach sehr viel mitbewirkt. Zudem gehörte Adelbert Lanig 25 Jahre lang dem Pfarrgemeinderat an, dessen Vorsitzender er von 1991 bis 2010 war, sowie von 2007 bis 2019 dem Gemeinderat der Stadt Lauda-Königshofen. Darüber hinaus ist er seit 53 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, seit 45 Jahren des örtlichen Schützenvereins, bei dem er drei Jahre das Amt des Vorsitzenden ausübte, und seit mehr als 20 Jahren des Katholischen Landvolks.

Die Renovierung der örtlichen St.-Antonius-Kirche von 1985 bis 1987, die Anschaffung einer neuen Kirchenorgel Anfang der 90er Jahre, die Neugestaltung der Wasser- und Abwasserversorgung sowie der Ortsdurchfahrt, der Neubau des Bürgerhauses, die Sanierung des Kirchturms mitsamt Erneuerung der Turmuhr sowie die Errichtung eines Gedenksteins mit Friedenstaube anlässlich des 750 jährigen Ortsjubiläums – unter anderem dies fiel in Deubach in Adelbert Lanigs Amtszeiten oder Phasen anderer ehrenamtlicher Engagements seinerseits.

Bei allen beruflichen, familiären und ehrenamtlichen Tätigkeiten und Aktivitäten blieb weder für Adelbert noch für seine Frau Hildegard, die sich wie früher auch heute noch vorwiegend um den Haushalt kümmert, viel Zeit für Hobbys und Freizeitaktivitäten. Und wenn doch, zählten und zählen weiterhin bis jetzt gelegentliche Kurzreisen sowie besonders das Sorgen und die Pflege des schmucken und vielfältigen Bauerngartens dazu.

„Wir hoffen, dass wir noch viele Jahre miteinander gesund verbringen können“, äußert das Ehepaar Lanig als wesentlichen Zukunftswunsch, das an diesem Samstag seine goldene Hochzeit aufgrund der Corona-Krise nur im kleinen Familienkreis feiern wird. Die Fränkischen Nachrichten schließen sich den Gratulationen zum Ehrentag an.

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