Lauda / Königshofen

Kunst Davis Deutschmann spricht bei Ausstellungseröffnung in der Galerie „das auge“ über seine Intention

Freude an experimentellenVerfahren

„Immer wieder das Neue im Alltäglichen entdecken“ - dieses „sein“ Credo möchte Davis Deutschmann den Besuchern seiner Ausstellung in der Galerie „das auge“ vermitteln.

Lauda. Im Monat März sind die Arbeiten des in Tauberbischofsheim lebenden Künstlers Davis Deutschmann in der Galerie „das auge“, Lauda, zu sehen.

Ein „Künstlergespräch“ zwischen Norbert Gleich vom Kunstkreis Lauda-Königshofen und Davis Deutschmann bei der Ausstellungseröffnung machte dessen Intention und Arbeitsweise deutlich, zeigte überraschende Facetten der reichen Materialauswahl, sei es nun beispielsweise Sand, angereichert mit Farbpigmenten, Strukturmasse oder auch einmal Kaffeefilterpapier.

Kreativität und Freude an experimentellen Verfahren und vor allem die zündende Idee sind immer Voraussetzung, Dreh- und Angelpunkt für jedes der Bilder.

Faszinierende Plastizität

Wo der Betrachter eingerahmte Goldnuggets sieht, hat der Künstler mit Bauschaum „gezaubert“ und die faszinierende Plastizität der Darstellungen entsteht aus allen nur denkbaren Bestandteilen. Bröckelnde Oberflächen – kein Problem, sondern Gestaltungsmerkmal für Strukturen wie Landschaften.

Atelier wird zur Werkstatt

Die Namen der Werke wie „Fremde Erden“, „Wild Honey“ oder „Fragmente der Verwandlung“ machen neugierig, verleiten zum genauen Hinschauen. Die aufgeplatzte Schote mit rätselhaftem Inhalt, entstanden aus einem Bananenblatt? Und wie kann ein so massiver Bildaufbau überhaupt haltbar werden?

Das Atelier wird zur Werkstatt, wenn Deutschmann seine Bilder auf massive Platten bannt – nur so sind sie haltbar.

Eine nachträglich aufgebrachte Fixierung verbietet sich von selbst; sie würde den natürlichen Eindruck zerstören. Längst hat der Künstler erkannt: „Die Natur ist vielfältig nachzuahmen, sie bleibt in ihrer ursprünglichen Genialität jedoch unerreichbar“.

Zu sehen ist die Ausstellung an allen Sonntagen im März von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr; der Künstler selbst ist zu folgenden Öffnungszeiten anzutreffen: Am 17. März (dieses Wochenende) am Vormittag von 10 bis 12 Uhr, am 24. und 31. März jeweils von 14 bis 18 Uhr. irg