Lauda / Königshofen

Stadtkirche St. Jakobus Renovierung des Gotteshauses im Schlussspurt / Baustellenkonzert am 19. Januar mit dem Blechbläserquintett „Just Brass“

Fortschritte im Gotteshaus sichtbar

Archivartikel

Die umfassende Sanierung der Stadtkirche St. Jakobus in Lauda befindet sich auf der Zielgeraden. Am Sonntag, 19. Januar, findet in dem Gotteshaus ein exklusives Baustellenkonzert statt.

Lauda. Das Blechbläserquintett „Just Brass“ stellt sich an diesem Tag in den Dienst der guten Sache und hofft, mit seinem Auftritt viele neugierige Besucher anzulocken. Bei freiem Eintritt werden sie einerseits unterhalten mit geistlichen und weltlichen Musikstücken vom Barock bis in die Gegenwart. Andererseits können sie im Rahmen eines „Abends der offenen Tür“ bereits sehen und staunen, was und wie sich die Pfarrkirche innen verändert. Die Musiker von „Just Brass“ freuen sich über reichliche Spenden, die im Übrigen komplett der Kirchenrenovierung zufließen.

Entscheidend vorangekommen

Pfarrer Ralph Walterspacher freute sich bei einer Vorortbegehung, dass die Arbeiten in dem Gotteshaus jetzt ganz entscheidend vorangekommen seien. Und deren Fortschritt sei in der Tat schon deutlich sichtbar. Noch gelte es hier und da an Hand anzulegen, doch „ich bin zuversichtlich, dass alles im jetzigen Zeitplan fertiggestellt wird“, so der Kirchenmann.

Am Sonntag, 29. März, um 10.30 Uhr wird der Freiburger Weihbischof Dr. Dr. Christian Würtz in festlichem Rahmen die Stadtkirche wieder offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Für die Gastfreundschaft in der evangelischen Friedenskirche bedanke man sich schon jetzt sehr, dies sei ein ganz besonderes Zeichen der Ökumene, das beide Seiten habe näher zusammenrücken lassen, so Pfarrer Walterspacher.

Inzwischen habe es noch eine ganze Reihe von „Überraschungen“ gegeben, so Walterspacher im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Aufwand für die Verkabelung von Beleuchtung und Beschallungsanlage sei umfangreicher gewesen als zunächst angenommen. Größter Brocken sei aber der instabile Untergrund des Wand- und Deckenputzes gewesen. Er habe in mühevoller Handarbeit abgeschliffen werden müssen, um die neue Farbe gut anbringen zu können.

Die Gesamtkosten, so Pfarrer Walterspacher, „liegen jetzt bei 1,3 Millionen Euro, wobei die Erzdiözese ihre Fördermittel auf 735 000 Euro aufgestockt hat“. Die finanzielle Unterstützung des Kirchenbauvereins belaufe sich bereits auf rund 200 000 Euro und die Spenden durch die Öffentlichkeit seien auf knapp 45 000 Euro gestiegen. Was schlussendlich noch offenbleibe, steuere die Kirchengemeinde durch ihre Rücklagen und über einen Kredit bei.

Großes Gerüst abgebaut

Die Fortschritte in dem katholischen Gotteshaus sind in der Tat deutlich sichtbar. Das große Gerüst im Kirchenschiff ist bereits abgebaut, die Bänke, deutlich weniger als bisher, werden aufgefrischt. Bereits vollständig angebracht ist die LED-Beleuchtung, das Innere glänzt komplett in neuen Farben. Im hinteren Bereich solle ein Beichtzimmer eingerichtet werden, wie Pfarrer Walterspacher unserer Zeitung mitteilt, und auch das schwere Taufbecken werde einen gebührenden Platz finden.

Zudem seien „Trostplätze“ vorgesehen. Und vielsagend fügt der Geistliche hinzu: „Es wird auch noch ein paar Überraschungen geben.“ Zu viel wolle er an dieser Stelle noch nicht verraten.

Bis 29. März, dem Tag der Einweihung, gelte es allerdings noch, an manchen Stellen Hand anzulegen. So stehe unter anderem die Reinigung der Orgel an und auch im Altarraum, hier steht noch das Gerüst, gilt es, Restarbeiten zu tätigen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, dem sei geraten, am 19. Januar zum Baustellenkonzert in die Stadtkirche zu kommen und sich selbst ein Bild vom Stand der Renovierungsarbeiten zu machen.

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