Lauda / Königshofen

Ausgleichstock 5,81 Millionen Euro an Fördermittel fließen für verschiedene Maßnahmen an Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis

Finanzspritzen für Kindergartenerweiterungen

Archivartikel

Kommunen des Main-Tauber-Kreises erhalten Fördermittel aus dem Ausgleichstock. 1,16 Millionen Euro fließen nach Lauda-Königshofen für die Erweiterung von zwei Kindergärten.

Lauda-Königshofen/Main-Tauber-Kreis. Der Verteilungsausschuss für die Mittel des Ausgleichstocks im Regierungsbezirk Stuttgart hat rund 27,1 Millionen Euro an finanzschwache Städte und Gemeinden verteilt. Das Antragsvolumen überstieg auch dieses Jahr wieder die finanziellen Möglichkeiten, so dass nicht alle Fördererwartungen der Kommunen berücksichtigt werden konnten. In den Main-Tauber-Kreis fließen insgesamt 5,81 Millionen Euro.

Gleich für zwei Maßnahmen fließen Investitionshilfen an die Stadt Lauda-Königshofen. Für die Erweiterung des Kindergartens „Unter´m Regenbogen“ im Stadtteil Lauda werden 775 000 Euro bewilligt. Die Erweiterung des Kindergartens „St. Josef“ wird mit 385 000 Euro unterstützt.

Der Kindergarten „Unter’m Regenbogen“ in Lauda wird erweitert, um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken. Dazu hatte die Stadt bereits das Gebäude sowie den Pfarrsaal der evangelischen Kirchengemeinde erworben. Das Gremium hatte im Mai beschlossen, das Areal zu kaufen. Damit wolle man erreichen, die Situation bei baulichen Fragen zu entzerren und einfacher zu gestalten.

Kämmerer Günter Haberkorn erläuterte kurz das Vertragswerk, das der evangelischen Kirchengemeinde eine Trägerschaft von 20 Jahren einräumt. Der neue Betriebsträgervertrag sieht zudem vor, dass Investitionsausgaben in vollem Umfang von der Stadt zu tragen sind. Auch für Gruppenerweiterungen übernimmt die Kommune die kompletten nicht gedeckten Betriebsausgaben. Bei den bestehenden Gruppen bleibt die Beteiligungsquote von 92 Prozent an den Fachkraftkosten. Die Aufnahme von Kindern, die nicht im Stadtgebiet wohnen, bedarf der Zustimmung der Stadt, ebenso die Personalausstattung.

Der Kindergarten St. Josef in der Laudaer Wallgrabenstraße muss saniert werden, da sonst die Betriebserlaubnis nur noch unter Auflagen erteilt werde. So fehlen Räume für Besprechungen,Wasch- und Trockenraum, Personal-WC oder Materiallager gänzlich. Intensivräume oder Ähnliches suche man zudemvergeblich.

Die fehlenden Räumlichkeiten, etwa 100 Quadratmeter, in einem neu zu schaffenden Dachgeschoss umgesetzt werden. Für die Fluchtwege aus den Gruppenräumen würden Laubengänge angebaut, die durch eine Berankung auch einen Sonnenschutz für die Zimmer darstellten. Aufgrund der deutlich größeren Dachfläche kann darüber hinaus ein Bewegungsraum geschaffen werden

Freuen kann sich die Stadt Bad Mergentheim im Main-Tauber-Kreis über 950 000 Euro für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule und Anbau eines Kindergartens im Stadtteil Edelfingen. Die Stadt Wertheim erhält 915 000 Euro für den Neubau einer Sporthalle am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium.

Im Hohenlohekreis erhält Krautheim für den Neubau der Kindertagesstätte „Ginsbachtal“ im Stadtteil Unterginsbach 890 000 Euro.

„Ziel des Verteilungsausschusses war finanzschwachen Kommunen im Regierungsbezirk nach Kräften bei der Finanzierung notwendiger Investitionsvorhaben zu helfen“, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer. „Mit den jetzt bewilligten Investitionshilfen können die Städte und Gemeinden Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 138,1 Millionen Euro auf den Weg bringen.“

Ohne die finanzielle Unterstützung könnten viele finanzschwache Kommunen wichtige Infrastrukturprojekte heute oftmals nicht mehr realisieren. „Besonders freue ich mich darüber, dass nahezu die Hälfte der Mittel für Kinderbetreuungseinrichtungen bewilligt werden konnten.

Damit unterstützt der Ausgleichstock maßgeblich auch den von der Landesregierung gewünschten Ausbau der Kleinkindbetreuung und investiert in die Zukunft unseres Landes,“ Neben dem Förderschwerpunkt Kinderbetreuung wurden erhebliche Mittel für den Schulhausbau, den Sportstättenbau, den Straßen- und Brückenbau sowie das Feuerlöschwesen und für Gemeinbedarfseinrichtungen bewilligt.

Der Verteilungsausschuss, der aus zwei Vertretern des Regierungspräsidiums sowie drei Vertretern der Städte, Gemeinden und Landkreise besteht, hat wieder vorrangig die Infrastrukturprojekte im ländlichen Raum unterstützt. Diese Finanzspritzen sollen helfen, die Standortnachteile der ländlichen Region gegenüber den Verdichtungs- und Ballungsräumen zu verringern.

Die berücksichtigten Maßnahmen im Main-Tauber-Kreis im Überblick:

Ahorn: Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Buch – Schwarzenbrunn 150 000 Euro; Sanierung und Umbau der Turn- und Festhalle im Ortsteil Hohenstadt 90 000 Euro.

Bad Mergentheim: Sanierung und Erweiterung der Grundschule im Stadtteil Edelfingen 950 000 Euro.

Creglingen: Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Freudenbach – Neustett 250 000 Euro: Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Creglingen – Standorf 195 000 Euro.

Freudenberg: Neubau des städtischen Bauhofs 730 000 Euro.

Großrinderfeld: Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße K 2882 bis Hof Baiertal 200 000 Euro; Sanierung und Ausbau der Paimarer Straße 170 000 Euro.

Igersheim: Sanierung der Erlenbachhalle (Mehrzweckhalle) 110 000 Euro.

Külsheim: Neubau Feuerwehrgerätehaus für die Ortsteile Hundheim und Steinbach 580 000 Euro.

Lauda-Königshofen: Erweiterung des Kindergartens „Unter’m Regenbogen“ im Stadtteil Lauda 775 000 Euro; Erweiterung des Kindergartens „St. Josef“ im Stadtteil Lauda 385 000 Euro.

Niederstetten: Energetische Sanierung und Erweiterung der Festhalle im Stadtteil Adolzhausen 60 000 Euro;

Weikersheim: Ausbau der Schillerstraße im Stadtteil Weikersheim 220 000 Euro; Neuordnung des Bahnhofsumfeldes in Weikersheim 30 000 Euro.

Wertheim: Neubau einer Sporthalle am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium 915 000 Euro. rps

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