Lauda / Königshofen

Corona Landeszuschuss für Solo-Selbstständige

Fiktivlohn für Unternehmer

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Der Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, war im direkten Austausch mit zahlreichen Solo-Selbstständigen aus der Region. Reinhart war es wichtig, die Sorgen und Anliegen der unternehmerisch Tätigen aufzugreifen. Ein wichtiges Thema war dabei auch der Landeszuschuss für Solo-Selbstständige bei Existenznöten.

Mit dem fiktiven Unternehmerlohn, der speziell in Baden-Württemberg vom Land gewährt wird, können Solo-Selbstständige ein Abgleiten in den Harz-IV-Bezug vermeiden, nachdem viele die Voraussetzungen für Überbrückungshilfe nicht erfüllen. Das Land gewährt einen „fiktiven Unternehmerlohn“ von monatlich 1180 Euro, womit derzeit andere bestehende Programme ergänzt werden, falls Kleinunternehmer, Kulturschaffende wie Volkshochschuldozenten, Yoga-Lehrer oder andere Einzelkämpfer durch den Rost fallen. „Damit schließt unser Wirtschaftsministerium eine wichtige Förderlücke, wo sonst Existenzen bedroht sind“, meinte Wolfgang Reinhart. Er begrüßte auch die Tatsache, dass nun Details zur Umsatzerstattung im November geklärt sind. Damit steht der Erstattung von 75 Prozent des Umsatzes für unmittelbar vom Teil-Lockdown betroffenen Betriebe (etwa Fitness-Studios, Restaurants, Hotels) nichts mehr im Wege. Als Referenz gilt der Wert aus November 2019.

Solo-Selbstständige können auch den durchschnittlichen Wochenumsatz 2019 heranziehen, Firmen, die jünger als ein Jahr sind, den durchschnittlichen Wochenumsatz des vergangenen Oktobers. „Wichtig ist, dass die Hilfen zügig bei den Betroffenen ankommen“, so Reinhart. Es sei gut, wenn Abschlagszahlungen möglichst noch bis Ende dieses Monats erfolgen. Offen war bislang auch noch die Frage nach dem Umgang mit Umsätzen, die trotz der Schließung erwirtschaftet werden, wie Außer-Haus-Verkäufe bei Restaurants.

Auch indirekt vom Lockdown betroffene Unternehmen können auf Erstattung hoffen. Dafür müssen sie nachweisen, dass 80 Prozent ihrer Umsätze direkt von der Zusammenarbeit mit Unternehmen abhängen, die unmittelbar von den Schließungen betroffen sind. pm

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