Lauda / Königshofen

Nach der Sanierung Ende der Platzumgestaltung wird gefeiert

Fest am Mühlrad Oberlauda

Archivartikel

Oberlauda.Die „Ummingersche Mühle“ in Oberlauda ist der älteste urkundlich erwähnte Handwerksbetrieb in Oberlauda. Mit der Nutzung des natürlichen Höhenversatzes an der Stelle dieser Mühle zeigten schon die Altvorderen in Oberlauda Möglichkeiten auf, wie physikalische Gegebenheiten zu nutzen sind, um die weitgehend von Handarbeit geprägten Arbeitsvorgänge zu erleichtern.

Im Jahr 1343 wurde in einer Urkunde auch von König Ludwig dem Bayern bestätigt, die Mühle zu „Lützel Luden“, die sich zu diesem Zeitpunkt in königlichem Besitz befand, mit der Mühle zu „Obern Luden“, welche sich in klösterlichem Besitz befand, zu tauschen. Die parallel zur Mühle verlaufende Klostergasse weist auch auf Verbindungen zu frühem Klosterbesitz hin.

Für das Dorf Oberlauda, unter baulicher Führung des Heimat-Kulturvereins, war dies Anlass genug, dieses oberschlächtige Mühlrad, welches in seinen Dimensionen das Größte im Süddeutschen Raum ist, zu erhalten und einer grundlegenden Sanierung zu unterwerfen. Im gleichen Zug wurde auch eine enge „Scheuernsituation“ bereinigt, so dass die Sicht auf das Mühlrad möglich wurde. Mit der jetzt schönen Platzgestaltung und die Bereinigung der Eigentumsverhältnisse durch die Stadt Lauda-Königshofen soll nun das Mühlrad an Wochenenden laufen. Aus diesem Anlass veranstalten die örtlichen Vereine Oberlaudas ein zünftiges Fest am Samstag, 7. September, um 17 Uhr.

Zu Beginn wird neben dem Schirmherrn Bürgermeister Thomas Maertens und dem örtlichen Seelsorger Pfarrer Walterspacher, insbesondere der Vorsitzende des Heimat-Kulturvereins Oberlauda, Frithjof Spänkuch, auf das historische Bauwerk eingehen. Der Erlös kommt neuen Projekten in Oberlauda zu Gute. Viele Spender, wie beispielsweise die Bürgerstiftung Lauda-Königshofen, waren an der Sanierung des Wahrzeichens Oberlaudas finanziell beteiligt, was nun mit dem Fest zu einem Ende gebracht wird.

Zum Thema