Lauda / Königshofen

Silvester Mit 20 Pfiffen aus der alten Dampflok begrüßte die Interessengemeinschaft das neue Jahr

Erinnerungen an eine vergangene Ära

Archivartikel

Die Interessengemeinschaft der Dampflokfreunde Lauda begrüßte das neue Jahr mit 20 Pfiffen aus dem Lokdenkmal und knüpfte damit an eine Tradition an.

Lauda. Sie gilt als das neuere Wahrzeichen von Lauda, seit einige Wochen ziert sie auch die Willkommenstafeln an den Stadteingängen in Lauda: Die alte Dampflok zwischen den Bahngleisen und der Sparkasse. 1975 wurden die alten Dampfrösser von moderneren Diesel- und E-Loks abgelöst, seitdem sind sie von den Schienen im Regelverkehr verschwunden. Nur gelegentliche Sonderzugfahrten erinnern heute noch an diese nostalgischen Zeiten.

1978 setzte die Interessengemeinschaft der Dampflokfreunde nach einer beispiellosen Spendenaktion in der Bevölkerung der Ära in Lauda ein Denkmal und übergab es offiziell in den Besitz der Stadt Lauda-Königshofen. Nun knüpften Mitglieder in der Neujahrsnacht bereits zum vierten Mal an eine jahrzehntelange Tradition an, als in Lauda noch Dampfloks unterwegs waren. Klaus Renk, der noch aktiv als Lokführer unter Dampf fuhr, und Markus Heinrich, der Vorsitzende der Dampflokfreunde, ließen die 1942 gebaute 052 908-1 pünktlich zum Jahresbeginn 20 mal pfeifen.

Erstmals nach über 40 Jahren war zu Silvester 2016 die Pfeife des schwarzen Koloss im Rahmen der Generalsanierung vom damaligen langjährigen Vorsitzenden Reimund Braun wieder gangbar gemacht worden, seitdem lassen die Dampflokfreunde diesen Brauch neu aufleben, mit stets wachsendem Interesse in der Bevölkerung.

So fanden sich diesmal wieder zahlreiche Bürger sowie traditionell wieder die Narrengesellschaft Lauda ein, um das neue Jahr gemeinsam an der Dampflok zu beginnen und auf ein gutes neues Jahr anzustoßen. Die Dampflokfreunde hatten zuvor eigens LED-Strahler rund um das Denkmal installiert und die Lok angestrahlt. Zusammen mit den zahlreichen Feuerwerken ergab sich so eine tolle Atmosphäre und Stimmung.

Nicht nur den vielen Fotografen bot sich ein schönes Motiv, sondern den Besuchern auch eine beeindruckende Kulisse, die an längst vergessene Zeiten erinnerte.

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