Lauda / Königshofen

Feierlicher Gottesdienst Christian Abelein, langjähriger Kantor der Pfarrgemeinde St. Jakobus Lauda, wurde verabschiedet

„Er hat die Menschen mit Musik erreicht“

Christian Abelein, langjähriger Kirchenmusiker der Pfarrgemeinde St. Jakobus Lauda, wurde nun verabschiedet.

Lauda. 15 Jahre lang hat Kirchenmusiker Christian Abelein als Chorleiter und Organist das kirchliche Leben in der Pfarrgemeinde St. Jakobus Lauda nicht nur musikalisch maßgeblich mitgestaltet. Nun wurde er im Rahmen eines Festgottesdienstes in der evangelischen Friedenskirche von Pfarrer Ralph Walterspacher als Chorleiter verabschiedet und Bärbel Mitsch als neue Chorleiterin begrüßt.

Gemeinsam mit Pfarrer Walterspacher, Konzelebrant Pfarrer Bruno Hennegriff und zahlreichen Ministranten waren auch die Sternsinger aus Lauda feierlich in die Kirche eingezogen. Sie hatten in den letzten Tagen an den Haustüren Spenden für Kinder in Not gesammelt und den Segen Gottes in die Häuser gebracht.

In seiner Predigt griff Pfarrer Walterspacher das Thema „Frieden“ auf, das im Mittelpunkt der diesjährigen Sternsingeraktion stand. Frieden sei mehr als die bloße Abwesenheit von Krieg, so der Pfarrer, wobei er aber auch an die aktuellen Kriege weltweit und an die drohende Kriegsgefahr im Nahen Osten erinnerte. Durch den Glauben an Gott und das Halten seiner Gebote könne Frieden im eigenen Herzen einziehen und dann das Miteinander in der Schule, in der Gemeinde und in der Gesellschaft entsprechend positiv verändern. Walterspacher würdigte die Kinder und Jugendlichen, die als Sternsinger ein Zeichen für Frieden und Hoffnung gesetzt hätten.

Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet von Christian Abelein mit dem Kirchenchor St. Jakobus sowie verschiedenen Solisten wie Susanne Oehm-Henninger und Alexandra Wagner (Gesang), Andreas Stößer und Martin Breiter (Flöte), Edgar Oettig (Trompete) und einem Kammerorchester. Wolfgang Bamberger und Christian Abelein wechselten sich an der Orgel ab.

Zum Abschluss des Gottesdienstes würdigte Pfarrer Walterspacher das 15jährige Wirken des Chorleiters und Organisten Abelein, der unzählige Male Gebetszeiten, Andachten, Vespern und natürlich Gottesdienste, auch ökumenische, mitgestaltet habe. „Überall haben Sie es geschafft, Menschen mit Ihrer Musik zu erreichen“, so der Pfarrer.

Die eigene innere Beteiligung, der eigene Glaube und das eigene Beten seien bei Abelein immer spürbar gewesen. Walterspacher bezeichnete Abelein als „ganzheitlichen Kirchenmusiker“, da er durch seine Anteilnahme am Schicksal anderer „nicht nur den gemeinschaftlichen und verkündenden, sondern auch den diakonisch-caritativen Aspekt unseres Glaubens gelebt“ habe.

Im Einzelsegen erbat Walterspacher für den Ausnahmemusiker Gottes Segen, echte Freunde auch an seinem neuen Lebensmittelpunkt und die Inspiration und Kraft des Heiligen Geistes. Anschließend begrüßte er Bärbel Mitsch, die die Leitung des Kirchenchors übernimmt, und stellte auch sie und ihre Arbeit mit dem Kirchenchor unter Gottes Segen.

Im Namen der Pfarrgemeinde und des Gemeindeteams würdigte anschließend Pfarrgemeinderätin Conny Salomon den Kirchenmusiker und überreichte ihm ein Bild und eine Kerze als Abschiedsgeschenk. Die große Verbundenheit des Kirchenchors mit seinem langjährigen Leiter kam in einem selbstgetexteten, sehr originellen Lied zum Ausdruck: Nacheinander brachten jeweils die Soprane, Altstimmen, Tenöre und Bässe ein Dankesständchen zu Gehör, bevor alle miteinander in ein vierstimmiges Lied einstimmten.

Damit sagten sie ihm Dank für seine Verlässlichkeit, die Freude und die schöne gemeinsame Zeit. Hier gab es zur Erinnerung passenderweise eine große Holzskulptur in Form eines Notenschlüssels für den scheidenden Dirigenten.

Christian Abelein betonte in seinen Abschiedsworten, dass für ihn das „soli deo gloria“ (Gott allein die Ehre) im Mittelpunkt stehe, und zwar als Chorleiter, Organist, Sänger und Mensch, dass „man als Glaubender nie allein sei und als Chorsänger schon zwei Mal nicht“.

Der Pfarrgemeinde legte er ans Herz, die Jakobuskirche nach ihrer Renovierung wieder mit Leben zu füllen und sich bewusst zu sein, dass Gott immer seine Hand über alle halte.

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