Lauda / Königshofen

Hier hat der Leser das Wort Zum Leserbrief „Zusammenhalten statt spalten“ (FN, 24. März)

Eine sehr parteipolitisch gesteuerte Wahlkampagne

In Zeiten von Corona ist nichts mehr sicher und gleichzeitig scheint alles möglich. Mit dem Zauberwort „Solidarität“ wird, sicher zu Recht, der Zusammenhalt aller im Kampf gegen Corona beschworen. Aber taugt das Beschwören von Solidarität, von Zusammenhalt, auch bei der Suche nach dem besten Kandidaten für ein Bürgermeisteramt?

Hier muss es doch wohl eher um den Austausch von Argumenten, um den Blick auf die Fakten und weniger um den Blick auf schöne Bilder gehen. In diesem Kontext wird dann Georg Wyrwoll im Leserbrief von Herrn Kilb fast schon zum Messias hochstilisiert: „Er steht … für eine lebensbejahende Zukunft in Lauda-Königshofen … heißt allen Menschen – seien sie Alt und Jung – ohne Vorurteile zu begegnen und sie mit auf die Reise zu nehmen“.

Wäre es nicht schön, mit so jemand auf die Reise zu gehen? Im Blick auf manch andere Reiseteilnehmer verbietet sich eine solche Zukunftsvision! Alle nämlich, die sich kritisch äußern, werden von diesen bezichtigt, eine gesteuerte „Schmutzkampagne à la Trump“ zu betreiben. Das ist starker Tobak!

Vor allem, da die Wahlkampagne von Herrn Wyrwoll – so integer er persönlich vielleicht sein mag – sehr wohl parteipolitisch gesteuert ist. Wie sonst wäre es zu erklären, dass auf dem Pressefoto vom Wahlabend (15. März) die gesamte lokale und regionale CDU-Prominenz versammelt ist? Viele dieser Personen gehören auch zu denen, die so vielfach die Beiträge auf der Facebook-Seite des Kandidaten geliked haben.

Herr Kilb spricht von einem bisher fairen Wahlkampf. Wie fair ist ein Wahlkampf, wenn ein Kandidat beschimpft und diskriminiert wird, so wie es Mirco Göbel geschah?

Und wie fair ist es, wenn der Kandidat ins Rathaus geht und dort als einziger bei der Behörde Werbung für sich macht? Und wie fair ist es, zu behaupten, er sei ein unabhängiger Kandidat, dabei aber so massiv von der CDU unterstützt wird? Wieso hat er bisher nicht die Karten auf den Tisch gelegt?

Und ist es fair, Jugendliche vor seinen Karren zu spannen und die Corona-Krise für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren?

Wie fair und integer ist es, sich neben die Baden-Württembergische Wirtschaftsministerin zu stellen und den Bürgern deren direkte Wahlhilfe zu suggerieren? Im Gegensatz dazu hat Dr. Lukas Braun einen ehrlichen und transparenten Wahlkampf geführt.

Wir würden zu 100 Prozent und wohlüberlegt Dr. Lukas Braun liken. Ihm trauen wir zu, dass er mit Herz und Verstand, auf der Basis seiner langjährigen Erfahrungen in Politik und Verwaltung, Lauda-Königshofen in eine gute Zukunft führen kann.

Ihm glauben wir, wenn er von „Wertschätzung statt Ausgrenzung“ spricht und davon, dass er ein Bürgermeister für alle Stadtteile sein will.

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