Lauda / Königshofen

Kommunalpolitik Bei der Bürgermeisterwahl im März im zweiten Wahlgang knapp mit 50,1 Prozent erfolgreich

Dr. Lukas Braun übernimmt das Ruder

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Das Jahr stand im Zeichen der Veränderung: Mit Dr. Lukas Braun steht ein neuer Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Dessen Einstieg war knackig.

Der „Neue“ hat sein Amt in einer schwierigen Zeit übernommen. Bei der Wahl von Dr. Lukas Braun zum Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Thomas Maertens im März hatte die Corona-Pandemie schon für den ersten Lockdown gesorgt. Verfolgten beim ersten Urnengang noch viele Interessierte die Stimmauszählung und Ergebnisverkündung am Rathaus, war dies beim zweiten Wahlgang nicht mehr möglich. Da hatte sich Braun mit einen knappen Vorsprung von 50,1 Prozent gegen Georg Wyrwoll und Michael Maragudakis durchgesetzt. Auch die Amtseinführung von Braun fand nicht im gewohnt großen Rahmen statt.

Wichtige Themen ließen sich trotz Corona nicht wegdiskutieren. Eines, was sich Braun auf die Fahnen geschrieben hat, ist die Konsolidierung des städtischen Haushalts, um handlungsfähig zu bleiben. Dazu braucht er die drei Fraktionen im Gemeinderat, die ihre Gesprächsbereitschaft signalisiert haben – was sich mit einer Zurückhaltung bei der Anmeldung von Investitionsvorhaben für den Haushalt ausdrückt. „Diese neue Kultur des Maßhaltens müssen wir in Gemeinderat und Verwaltung noch stärker verankern“, macht Braun deutlich. Bei einer Klausurtagung im Sommer wurden bereits einige Projekte aus dem umfangreichen Katalog der geplanten Maßnahmen näher unter die Lupe genommen. Doch gestrichen hat man noch nichts. Die begonnenen Projekte will man fortsetzen, bei den neuen nicht alles ganz so schnell anpacken. Die Stadt hat sich übernommen. Die Vielzahl der Projekte ist weder durch die Verwaltung leistbar noch im städtischen Haushalt finanzierbar. Auf die blauen Briefe von Gemeindeprüfungsanstalt und der Kommunalverwaltung will man künftig gerne verzichten. „Die Konsolidierung unserer Finanzen ist ein Langstreckenlauf über mehrere Jahre“, so Braun. Deshalb müsse man sich auch mit der Überprüfung von Freiwilligkeitsleistungen befassen. „Dabei werden wir mit Augenmaß vorgehen. Aber einen Sparkurs, der keinem wehtut, gibt es nicht.“

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