Lauda / Königshofen

Bürgermeisterwahl Georg Wyrwoll ruft zum Engagement für ältere Mitbürger auf

„Dies ist die Stunde einer solidarischen Stadtgesellschaft“

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Während das öffentliche Leben in Deutschland durch die Corona-Krise langsam zum Erliegen kommt, kann es in Lauda-Königshofen aus Sicht von Bürgermeisterkandidat Georg Wyrwoll nicht einfach weiter nur um Wahlkampf gehen. „In dieser Stunde ist die Solidarität der Gesellschaft gefordert“ betont Wyrwoll. Hierzu ging uns vom Kandidaten folgender Bericht zu:

Es gelte nun, Prioritäten zu setzen: Als Impulsgeber hat sich Wyrwoll mit jungen Mitbürgern aus Lauda-Königshofen zusammengetan und stellte am Dienstagmorgen die Online-Plattform www.Einkaufshilfe-LK.de vor.

Hierüber können junge Menschen, die keiner Risikogruppe angehören und ältere, hilfebedürftige Bürger zusammenfinden. Konkret geht es darum, Menschen aus Lauda-Königshofen, die über 70 Jahre alt sind und Hilfe beim Einkauf von Grundnahrungsmitteln benötigen, zu unterstützen.

„Wenn ältere Mitbürger wegen des hohen Infektionsrisikos das Haus nicht mehr verlassen sollen, dann können die jüngeren die Versorgung mit Lebensmitteln übernehmen“, erklärt Wyrwoll. Über die Online-Plattform können sich freiwillige Helfer registrieren, gleichzeitig sei die Rufnummer 09343/5898939 geschaltet, mit der Mitmenschen über 70 Jahre, die keine eigene familiäre Hilfe vor Ort haben oder nicht im Rahmen der Nachbarschaftshilfe versorgt werden, Unterstützung beim Einkaufen finden.

Es gehe ausschließlich um die Unterstützung bei der Grundversorgung im Einklang mit den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

„Nachdem sich das Thema Corona verschärft hatte, waren wir gemeinsam der Auffassung, dass wir mit Blick auf die Grundversorgung zusammenstehen müssen. Ich bin deshalb dankbar, dass es mir gelungen ist, mit jungen Bürgern so schnell eine Initiative hierzu ins Leben zu rufen. Das Angebot benötigt aber unbedingt weitere freiwillige Helfer, sonst kann es nicht funktionieren. Schon jetzt engagieren sich mehr als zehn junge Menschen in verschiedenen Stadtteilen und ich hoffe sehr, dass sich noch viele weitere diesem Engagement anschließen“, bekräftigt Wyrwoll.

In diesen schwierigen Zeiten gelte es, zusammenzustehen und pragmatische Lösungen für ein soziales Miteinander von Jung und Alt zu finden. Wo Nachbarschaftshilfe bereits funktioniere, brauche sich nichts zu ändern. Wo aber noch Hilfe nötig sei, könne die Initiative der Einkaufshilfe eine gute strukturierte Ergänzung darstellen. gw

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