Lauda / Königshofen

Leserbrief Zum Bürgermeisterwahlkampf und der finanziellen Situation in Lauda-Königshofen

Die Stadt steht nicht vor dem Abgrund

Am Sonntag vorletzter Woche nahm die Bürgermeisterwahl in Lauda-Königshofen Ihren vorläufigen Ausgang. Die fünf Kandidaten hatten sich zuvor in einem intensiven und sehr fairen Wahlkampf der Bevölkerung präsentiert und Kandidat Georg Wyrwoll vereinte nach sehr aktivem Wahlkampf über 48 Prozent der Stimmen auf sich.

Somit ein demokratisches Werben im besten Sinne, ohne Aufgeregtheiten in wirklich bemerkenswerter Fairness.

Da innerhalb unseres Wahlsystems im ersten Wahldurchgang eine absolute Mehrheit gefordert wird und im zweiten Wahlgang eine einfache Mehrheit, war somit der Wahlkampf wiedereröffnet.

Seit über einer Woche wird in den Fränkischen Nachrichten der Eindruck vermittelt, als fände eine Art Kesseltreiben auf den Kandidaten Georg Wyrwoll statt, das langsam jeder Beschreibung spottet. Die „Linke“ scheint bis ins Mark getroffen zu sein, schäumt vor Wut und schlägt wie besessen um sich. Zu Beginn kommt Erdkundelehrer a.d. Segeritz ums Eck und stellt die These auf, dass die Stadt Lauda-Königshofen ungebremst auf eine Überschuldung zusteuere und begründet das damit, dass der Haushalt 2020 bei der Rechtsaufsicht in die Kritik gekommen sei.

Wyrwoll hätte das nicht erkannt, somit qualifiziere ihn das nicht für das Amt des Bürgermeisters. Auch Altstadtrat Siegfried Neumann springt auf den Zug des Kollegen auf und brandmarkt den Gewinner des ersten Wahlgangs.

Nebenbei bemerkt, fürs Fachpublikum, ist es so, dass die Stadt Lauda-Königshofen finanziell geradezu vor Kraft strotzt und so wurden in den vergangenen 16 Jahren inflationsbereinigt über 200 Millionen Euro für Projekte und Verwaltungshandeln in Lauda-Königshofen investiert. Eine enorme, nie dagewesene Summe. Den zuständigen Verwaltungsbeamten gelingt es immer sehr gut, zuschussoptimal die Projekte zu vollziehen.

Liebe Wahlkämpfer Neumann und Segeritz; es kommt langfristig besser beim Wähler an, wenn man sich fachlich auseinandersetzt und auf das Waschen dreckiger Wäsche verzichtet. Desweiteren wäre es für die Mehrheitsfraktionen der SPD und der freien Bürgerliste sehr wichtig, auszuformulieren, für was man eigentlich steht und nicht immer wieder gebetsmühlenartig aufzählt, für wie intelligent man sich selbst hält und was andere in ihrer grenzenlosen Blödheit wieder falsch gemacht haben. Diese verzagte „Unbeteiligte Dritten-Nummer“ sollten sie sich als Mehrheitsfraktionen ein für alle Mal abschminken.

Auch das ständige verbitterte Opferrollen-Gehabe wird irgendwann für jeden Bürgermeister mühselig, egal wie er heißen wird. Schon bei Ihrem Kandidaten Thomas Maertens, den sie vor 16 Jahren tänzelnd, unter Freudentränen noch als Heilsbringer feierten, war die geschworene Blutstreue schnell vergessen. Wir haben ja im Gemeinderat schon seit über fünf Jahren bezogen auf die Mehrheitsverhältnisse eine Pattsituation.

Der Haushalt 2020, in seiner Höhe mehrfach von Ihnen kritisiert, wurde sogar durch Sie als Mehrheitsfraktionen maßgeblich beschlossen.

Es ist auch nicht dramatisch, dass nun gerade dieser Haushalt von der Rechtsaufsicht gekürzt wurde. Die Haushalte sind ja in Lauda-Königshofen schon jeher mehr Wunschzettel, da nie gefragt wird, mit welchem in der Verwaltung vorhanden Personalkörper man eigentlich die Millionenprojekte stemmen will, die man in den Plänen vermerkt. Dies ist auch ein Grund für die sehr geringe Verschuldung der Stadt.

Also nach meiner Auffassung trifft ein neuer Bürgermeister auf ein stabiles finanzielles Fundament mit sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern und Strukturen.

Folglich ist für mich Georg Wyrwoll genau der Kandidat, der das Potential mit bringt, Menschen ohne Vorurteile zu begegnen und sie zu Einen.

Genau dies ist nach meiner Auffassung die zukunftsweisende Mammutaufgabe für Lauda-Königshofen.

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