Lauda / Königshofen

Waffenfunde FBL wollte mit Antrag Beratung nach vorne verlegen

Bürgermeister nimmt Punkt von der Tagesordnung

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Die Gemeinderatssitzung am Montagabend hatte kaum begonnen, da war sie auch schon wieder unterbrochen. Die Freie Bürgerliste hatte gleich zu Beginn nach einer kurzen Besprechungspause einen Antrag zur Geschäftsordnung gestellt, wonach der 18. Tagesordnungspunkt „Information über die Waffenfunde in den städtischen Flüchtlings- und Obdachlosenunterkünften“ an den Anfang der Gemeinderatssitzung verlegt werden sollte.

Damit wollte die Fraktion erreichen, so FBL-Fraktionsvorsitzender Michael Geier, dass die interessierte Bevölkerung nicht bis zum Schluss der Sitzung auf dieses brisante Thema hätte warten müssen.

Siegfried Neumann unterstützte den Antrag seitens der SPD/Freie Bürger-Fraktion, da es in der Bevölkerung „erhebliche Dissonanzen wegen der Waffenfunde gegeben hat. Herr Maertens, Sie haben die Verantwortung für das Bild in der Öffentlichkeit. Machen Sie endlich Klarschiff, die Bevölkerung hat ein Recht darauf“, so Neumann.

Nachdem der Antrag mehrheitlich durchging, setzte Bürgermeister Maertens daraufhin kurzerhand den Punkt zum Erstaunen der Stadträte komplett von der Tagesordnung ab. Er begründete diesen Schritt mit der „veränderten Lage nach einer erneuten Auseinandersetzung“ in der Flüchtlingsunterkunft in Königshofen am Montagmorgen. thos

Zum Thema