Lauda / Königshofen

Einstimmiges Votum In Lauda werden an der St.-Jakobus-Kirche und am Bahnhof zwei selbstreinigende Toilettensysteme installiert

Bürger, Bus- und Bahnkunden erleichtert

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Passanten sowie Bahn- und Buspassagiere sind erleichtert, wenn sie sich in Lauda in der Öffentlichkeit bald wieder ganz legal „erleichtern“ können: Denn am Parkplatz St.-Jakobus-Kirche sowie östlich der neuen Fußgängerunterführung am Bahnhof sollen zwei öffentliche Toilettensysteme installiert werden.

Bei einer Enthaltung brachte der Rat am Montag zunächst die Maßnahme nahe St. Jakobus auf den Weg – Kostenpunkt: 106 341,97 Euro. Wegen der Wirtschaftlichkeit und der Reinigung nach jeder Benutzung sei die Einrichtung eines Monoblocks sinnvoll, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung. Dies bedeute, es werde eine multifunktionale Toilette für alle Geschlechter umgesetzt.

Zudem werde das WC barrierefrei und behindertengerecht sein und bekomme darüber hinaus einen Wickeltisch. Es sei vandalismussicher und werde mit einem einstellbaren Münzeinwurf ausgestattet.

Im Bereich des Laudaer Bahnhofs soll ein solches Projekt im Übrigen frühestens im kommenden Jahr gestemmt werden. Da mit mehr Frequenz zu rechnen sei, werde hier mit dem Gedanken gespielt, eine Duo-Anlage mit zwei Boxen zu schaffen – ansonsten unterscheide sie sich von dem ersten WC nicht. Im Übrigen rüsteten derzeit zahlreiche Kommunen ihre öffentlichen Toiletten auf selbstreinigende Systeme um.

Herbert Bieber sprach sich für die Anschaffung aus. Ihn erschrecke jedoch der hohe Anschaffungspreis. Für Thomas Maertens seien nach Umsetzung vor allem die Probleme am Bahnhof gelöst, da derzeit manch einer sein „Geschäft“ teilweise auf Privatgrundstücken oder in öffentlichen Anlagen verrichte. Er regte an, es zu probieren. Dies sei eigentlich „alternativlos“ und Sauberkeit unerlässlich.

Reinhard Vollmer regte an, die neuen Anlagen verstärkt zu kontrollieren. Dies nahm Stadtbaumeister Tobias Blessing auf, auch wenn hierfür kein zusätzliches Personal eingestellt werde.

Das System verfüge übrigens über einen Notrufknopf, nach dessen Betätigung die Tür sofort entriegelt werde. Zudem öffne sie sich automatisch, wenn die Benutzung der Anlage 15 Minuten oder länger dauere.

Mit den Tiefbauarbeiten des WC an der St.-Jakobus-Kirche in der Eisenbahnerstadt solle, so war zu erfahren, noch im laufenden Jahr begonnen werden.

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