Lauda / Königshofen

Wirtschaft Firma Richard Kablitz hat Großauftrag für ein 110 Millionen Euro-Projekt erhalten

Biomassekraftwerk für E.ON wird gebaut

Einen Großauftrag hat die Firma Richard Kablitz erhalten. Man baut für den Energiekonzern E.ON ein Biomassekraftwerk.

Lauda-Königshofen. Auf dem Gelände des UPM Papierwerks in Hürth soll ein Biomassekraft entstehen. Den Zuschlag dafür erhielt die Firma Richard Kablitz, informiert das Unternehmer in einer Pressemitteilung.

Die neue Anlage ist auf eine elektrische Leistung von 20 Megawatt (MW) sowie eine thermische Leistung von 87 MW ausgelegt. Das 110 Millionen Euro-Projekt der E.ON soll im ersten Quartal 2022 in Betrieb gehen. Das Kraftwerk wird neben der Wärmeversorgung auch Strom in das öffentliche Netz einspeisen und so zur Energiewende, zum Klimaschutz und der Stabilität des öffentlichen Stromnetzes beitragen, heißt es weiter. Der CO2-Ausstoß der Papierfabrik werde dadurch signifikant gesenkt. Das Heizkraftwerk kann rund 40 000 Haushalte mit grünen Strom versorgen.

Kablitz liefert eine zukunftsorientierte und hocheffiziente Dampfkesselanlage mit einer Leistung von rund 100 Tonnen pro Stunde mit einem Rauchgasreinigungssystem, das die strengen Emissionsgrenzwerte der Bundesimmisionsschutzverordnung unterschreitet. Der Kablitz Vorschubrost mit 97 Quadratmetern Rostfläche muss stündlich mit 40 000 Kilogramm Brennstoff versorgt werden, um die benötigte Wärmeleistung zu erbringen. Kablitz stärkt den Standort Deutschland durch die Fertigung der Kesseldruckteile mit einem Gewicht von 850 Tonnen und einer Stahlkonstruktion von 1150 Tonnen im eigenen Land. Das Kesselhaus hat eine Bauhöhe von 40 Metern und eine Grundfläche 35 mal 25 Metern.

Die Dampftrommel mit 60 Tonnen Gewicht muss mit einem 800 Tonnen Kran und einer Hakenlänge von rund 80 Metern über das Kesselhausdach eingehoben werden.

Durch gut gefüllte Auftragsbücher wird Kablitz in diesem Jahr seinen Umsatz auf mehr als 50 Millionen Euro steigern und sieht sehr gute Wachstumsmöglichkeiten für die kommenden Jahre.

Kablitz wird weiter am Standort Lauda investieren. Nachdem bereits in den Jahren 2019/20 fast drei Millionen für die Erweiterung der Produktionshallen investiert wurden, werden nun weitere 2,5 Millionen Euro für die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes und Verbesserung der Infrastruktur investiert, heißt es weiter. Hierdurch wird Kablitz den Standort Lauda stärken.

Weitere Aufträge für Kraftwerke im Bereich der Erneuerbaren Energien in Schweden, Belarus, Russland und Deutschland sichern die notwendige Grundauslastung in den kommenden Jahren. „Wir sind stolz, dass wir mit unseren Kraftwerkstechnologien zur Energiewende und Klimaverbesserung beitragen zu können“, so die Verantwortlichen. pm

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