Lauda / Königshofen

Imkerverein Taubergrund Günstige Temperaturen sorgen für Brutfreiheit

Bienenvölkerzahl verdoppelt

Lauda/Oberschüpf.Bei der ersten Monatsversammlung des Imkervereins Taubergrund in der Winzerstube Oehm in Oberschüpf zog der Vorsitzende, Bernd Weckesser, Bilanz und gab Informationen zu kommenden Unternehmungen.

Auch wenn an den Bienenständen derzeit noch Winterruhe herrscht, so spüre man doch schon die gespannte Erwartung auf die Entwicklung der Völker in den nächsten Wochen und Monaten. Mit Bezugnahme und Rückblick auf einen Badischen Bienenkalender aus dem Jahr 1920 ging der Vorsitzende auf die Situation der Bienenvölker im Januar ein. Weckesser ist der Meinung, dass regelmäßige Standbesuche wie schon vor 100 Jahren auch heute noch zu empfehlen sind. Der Imker schaue nach Sturmschäden und dem Sitz der Mäusegitter. Eingriffe in die Völker würden nur bei Auffälligkeiten vorgenommen. Die Restentmilbung durch eine Winterbehandlung sollte spätestens in den letzten Dezembertagen erfolgt sein, sagte Weckesser. Die Temperaturen seien günstig gewesen und man könne weitestgehend von einer Brutfreiheit der Völker ausgehen. Der Varroabefall sei bei einzelnen Völkern recht groß gewesen, so dass man auf diese Behandlung auf keinen Fall verzichtet werden solle. Wie von den Bieneninstituten gemeldet, müsse auch in diesem Winter von Bienenverlusten zwischen 15 und 20 Prozent ausgegangen werden, die allerdings regional sehr unterschiedlich ausfallen können.

Vorbereitung von Rähmchen

Da noch jederzeit mit einem Wintereinbruch gerechnet werden könne, beschränken sich die imkerlichen Arbeiten derzeit auf die Reparatur von Magazinen und die Vorbereitung von ausreichend Rähmchen für das Frühjahr, hieß es. Gespannt seien die Imker auf die Monatsbetrachtungen in der Imkerzeitung „Biene&Natur“, die von zwei Autoren aus der Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle bei Mellifera gestaltet werden. Sie wollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer artgemäßen oder wesensgemäßen Bienenhaltung aufzeigen.

Zum Abschluss seiner Ausführungen gab der Vorsitzende noch einige aktuelle statistische Zahlen aus dem Verein weiter. So stieg die Mitgliederzahl auf derzeit 149, die insgesamt 1123 Bienenvölker betreuen. Damit hat sich die Völkerzahl seit 2010 fast verdoppelt. Der Frauenanteil beträgt 12,5 Prozent und liegt damit leicht unter dem Landesdurchschnitt. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder liegt bei 61 Jahren. Weckesser kündigte an, dass am 8. Februar das Veitshöchheimer Imkerforum stattfindet und am 10. März der Hohenheimer Imkertag.

Unter der Anleitung von Bernhard Gehrig wird ein Neuimkerkurs angeboten. Anmeldungen sind beim Vorsitzenden Bernd Weckesser, Telefon 09343/580514, und dem Leiter des Lehrbienenstandes, Bernhard Gehrig, Telefon 09340/9298377, möglich. Weitere Informationen und Termine gibt es auf der Homepage des Imkervereins. Der Bestellschluss für Behandlungsmittel ist am 15. März. Bestellungen sind in den Monatsversammlungen Februar und März möglich sowie direkt beim Vorsitzenden.

Die nächste Monatsversammlung ist am Freitag, 14. Februar, um 19 Uhr in der Winzerstube Oehm in Oberschüpf. güpr

Zum Thema