Lauda / Königshofen

Leserbrief Zum Bürgermeisterkandidaten Georg Wyrwoll

Bewerber soll Qualifikationen offenlegen

Vor dem zweiten Wahlgang stellt sich mir noch immer die Frage, inwiefern die Bürgermeisterkandidaten eine vergleichbare fachliche Eignung mitbringen. Von Mirco Göbel, der seine Kandidatur zurückgezogen hat, ist bekannt, dass er Lehrer am Beruflichen Schulzentrum Wertheim ist, somit über einen Studienabschluss verfügt und vorübergehend Leiter der Landeserstaufnahmestelle war.

Der Website von Lukas Braun ist ein Lebenslauf mit Universitätsabschlüssen und beruflichen Stationen in der Hessischen Staatskanzlei und im Landtag von Baden-Württemberg zu entnehmen.

Von Georg Wyrwoll hingegen fehlen mir persönlich Informationen. Er gibt an, in Würzburg von 1994 bis 1998 acht Semester Rechtswissenschaften studiert zu haben. Daraus ist zu erahnen, dass er das Studium nicht abgeschlossen hat. Denn acht Semester reichen kaum für das erste Staatsexamen. Zudem gibt er an, seit 2007 „Leiter der Unternehmenskommunikation“ bei der Tochtergesellschaft eines bekannten Kantinen-Konzerns zu sein. Was heißt das konkret? Es geht mir wohlgemerkt nicht darum, einen Menschen nach seinen beruflichen Erfolgen oder Misserfolgen zu bewerten. Aber ich erwarte von jemandem, der sich mit dem Amt des Bürgermeisters zudem um die Personalverantwortung für mehr als 120 Beschäftigte bewirbt, einen ehrlichen und offenen Umgang mit seinem bisherigen Werdegang und seinen Qualifikationen. So auch von Herrn Wyrwoll.

Klarheit und Wahrheit braucht die Stadt Lauda-Königshofen, intransparente Verhältnisse hatten wir lange genug.

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