Lauda / Königshofen

Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Gewalt Volkstrauertag wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur in Königshofen

Bestandtteil der Erinnerungskultur

Archivartikel

Königshofen.Der Volkstrauertag und das damit verbundene Gedenken an die Millionen Menschen, die ihr Leben durch Krieg und Gewalt verloren haben, ist nach dem sonntäglichen Gottesdienst für die Kö-nigshöfer ein Selbstverständnis. So fanden sich nun wieder zu gewohnter Zeit zahlreiche Einwohner aller Altersschichten im Friedhof am Fuße des Turmbergs ein.

Nachdem über Jahre hinweg das Fehlen einer Abordnung der Bundeswehr bemängelt wurde, erwiesen nun gleich zwei Soldatengruppen ihren gefallenen Kameraden die Ehre. Auch Pfarrerin Breuninger und Pfarrer Märkl wirkten nach längerer Abwesenheit in diesem Jahr wieder mit.

Bei den Gräbern der in den Osterkämpfen um Königshofen 1945 gefallenen Soldaten, erinnerte Bürgermeisterstellvertreter Herbert Bieber in Anlehnung an die Gedanken des Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge an den Überfall der Wehrmacht auf Polen vor 80 Jahren, der den größten militärischen Konflikt weltweit, den II. Weltkrieg auslöste: „Das Eingeständnis der eigenen Schuld und Verantwortung, sei es individuell oder als deutsche Nation, war ein langer, ausgesprochen schmerzhafter Prozess. Dass wir inzwischen in der Aufarbeitung unserer eigenen Nazi-Vergangenheit so weit gekommen sind, ist nicht etwa Schande, sondern etwas, worauf wir stolz sein können.“

Bieber erinnerte an mehrere Vorhaben, die im internationalen Austausch auch auf Jugendprojekte aufbauen und nach Überzeugung der Beteiligten zu einem besseren Umgang mit der Erinnerungskultur führen werden.

Pfarrer Märkl sah die Sprache, die Wortwahl eines jeden Einzelnen im Umgang mit einem andersden-kenden Menschen und die daraus resultierende Respektlosigkeit, als Ursache und Auslöser für Kriege und Gewalt. Hier könne jeder von uns seinen Beitrag zum Frieden leisten.

Nach einem von Pfarrerin Breuninger gesprochenen Gebet mit Bitten um Frieden in der Welt, würdigte Bürgermeisterstellvertreter Bieber alle, die zu dieser würdigen Gedenkveranstaltung gekommen waren. Dies waren wie immer auch die Fahnenabordnungen der Königshöfer Vereine, die mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr einen beeindruckenden Rahmen um die Soldatengräber bildeten.

Wie gewohnt wurde das Geden-ken ebenso in würdiger Weise vom Königshöfer Musikverein und dem katholischen Kirchenchor St. Mauritius durch Musik- und Gesangsbeiträge bereichert. bege

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