Lauda / Königshofen

Bushaltestellen 156 000 Euro fließen in den Main-Tauber-Kreis

Barrierefreien Ausbau ermöglicht

Main-Tauber-Kreis.Frohe Kunde aus Stuttgart: „Ich freue mich, dass mit gut 156 000 Euro Mittel aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen im Landkreis fließen“, so der Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart. Der Kreis hatte bereits 2018 die Mitfinanzierung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen an Kreisstraßen beschlossen. Hintergrund dessen ist auch, dass entsprechende Regelungen des öffentlichen Personennahverkehrsgesetzes vorhanden sind. Das ÖPNV-Gesetz Baden-Württemberg sieht vor, dass bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen ist. „Zwar wird dies flächendeckend – wie auch in vielen anderen Landkreisen im Land – bis dahin schwierig. Diese Verzögerung liegt aber vor allem an der hohen Anzahl der Bushaltestellen sowohl an Gemeinde-, Kreis- und Landesstraßen“, so Reinhart. Gleichwohl sei die jetzige Förderung und die Umsetzung der Haltestellen ein wichtiger Schritt für mehr Barrierefreiheit.

Reinhart verweist darauf, dass der Kreis ebenso 2018 beschlossen hatte, dass von den 101 Bushaltestellen an Kreisstraßen zunächst 64 Haltestellen barrierefrei ausgebaut werden: Harthausen, „Brunnen“, zwei Haltestellen; Simmringen, „Ort“, eine Haltestelle; Bronn, „Ort“, drei Haltestellen; Boxtal, „Linde“, zwei Haltestellen; Ebenheid, „Kirche“, eine Haltestelle; Marbach, „Ortsmitte“, zwei Haltestellen, und Beckstein, „Linde“, eine Haltestelle.

„Hier kommt als Förderinstrument das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) in Betracht. Das LGVFG wurde erst zum Jahr 2020 geändert und die Mittel von 165 auf 320 Millionen Euro jährlich annähernd verdoppelt“, unterstreicht Reinhart. Ein großer Teil davon soll auch dem Ausbau kommunaler ÖPNV-Verkehrsinfrastruktur zugutekommen.

„Die Haltestellen sind grundsätzlich mit bis zu 75 Prozent durch das Land förderfähig. Der reguläre Fördersatz liegt bei 50 Prozent, wenn der Ausbau zur Barrierefreiheit erfolgt, erhöht sich dieser jedoch auf 75 Prozent“, so der Abgeordnete.

Zudem gibt es zusätzlich eine Planungskostenpauschale von zehn Prozent der förderfähigen Kosten – wenn der Antrag bis Ende des Jahres 2021 gestellt wird, sogar 15 Prozent. „Wir gehen voran mit dem Ausbau der Barrierefreiheit. Es ist für uns alle wichtig und notwendig, auch mit Blick auf Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Beeinträchtigungen“, betont Reinhart abschließend. pm

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