Lauda / Königshofen

Kommunalpolitik SPD und Freie Bürger boten Rundgang über das Bahnareal an

Bahnhof in Lauda soll in Bürgerhand bleiben

Archivartikel

Lauda.Da der Stadtteil Lauda wie seine geschichtliche Entwicklung zeigt durch die Bahn sehr geprägt ist, ist die Revitalisierung des ehemaligen Bahngeländes in Lauda eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Stadt. SPD und Freie Bürger luden deshalb zu einer Begehung des Geländes am verkaufsoffenen Sonntag ein, denn bei den Gesprächen an den Infoständen wurde oft nach einer Neuordnung der Tauberstraße und des Bahngeländes gefragt.

Begonnen wurde der Rundgang an der Baustelle der neuen Fußgängerunterführung. Hier kann man aufgrund der schon erstellten Baugrube die Geländeunterschiede zwischen dem Zugang auf Höhe der Tauberstraße und dem Gelände sehr gut sehen. Es sei verständlich, dass ohne diese neue Unterquerung der Bahngleise das neue Stadtquartier nur halb erschlossen wäre. Das dort investierte Geld, welches zu 60Prozent von Land und Bund gefördert wird, sei hier sehr gut angelegt.

Die Unterführung unter den Bahngleisen hat eine Breite von fünf Metern und werde durch die Ausgestaltung mit Bituglas später genauso hell und freundlich sein wie der bereits bestehende vordere Teil. Aufgrund der Anbindung an die Tauberstraße könne auf der östlichen Seite auf die Aufzüge verzichtet werden.

Der erste Blick richtete sich im Rahmen des Rundgangs auf die Fläche nördlich der Unterführung. Hier werden durch die Firma Allobjekt ein Seniorenwohn- und Pflegeheim mit angeschlossenen betreuten und barrierefreien Wohnungen entstehen, sowie weitere Eigentumswohnungen.

Interessen berücksichtigen

Über die Lage des P+R-Parkplatzes wurde ausführlich diskutiert. Sicherlich sei eine Lage auf Höhe der Tauberstraße und Unterführung logischer und besser anzufahren als wie vom Investor auf Höhe der Gleise geplant. Allerdings müssten hier auch die Interessen des Investors berücksichtigt werden, so das hier definitiv noch geplant werden muss.

Die alten Hallen des Bahnbetriebswerks Lauda sind sehr imposant, viele der Teilnehmer fühlten sich in die Zeit versetzt, als ihr Vater oder Großvater im BW Lauda als Lokführer oder in der Instanthaltung beschäftigt war und sie ihn am Arbeitsplatz besuchten. „Dort war doch die große Drehscheibe“ bemerkte eine Teilnehmerin.

Wichtig wird es in Zukunft sein, hier die richtige Nutzung zu finden. Wohnen in den Gebäuden etwa als Loft sei mit Sicherheit der falsche Weg. Gründerzentrum oder Kunst und Kultur sollte hier eher die Maxime sein. Dienstleistungen und moderne Büroflächen in den historischen Gebäuden mit optionaler Anbindung wäre aber auch eine Option.

Von der Ostseite wirkt das historischen Bahnhofsgebäude zu der symmetrisch angelegten Anlage des Bahnbetriebswerks Lauda noch eindrucksvoller wie von der Bahnhofstraße.

Da der Stadtteil Lauda und die Bahn eng miteinander verwoben sind, konnten sich die Teilnehmer des Rundgangs eine Veräußerung des erst kürzlich von der Stadt erworbenen Bahnhofs nicht vorstellen, sondern sprachen sich überwiegend dafür aus, dieses städtebauliche Juwel über eine Bürgergenossenschaft in Bürgerhand zu belassen. spdfb