Lauda / Königshofen

Goldene Hochzeit Gerhard und Brigitte Plasch feiern das besondere Fest / Tiere hatten stets einen besonderen Platz in der langen Ehe

Auftritte der „Weekendboys“ führte sie zusammen

Archivartikel

Heckfeld.Die Musik und gemeinsame Heimfahrten nach der Arbeit brachte sie zusammen: Seit 50 Jahren sind Gerhard und Brigitte Plasch, geborene Lotter, aus Heckfeld verheiratet und feiern am Donnerstag ihre goldene Hochzeit. „Ich feiere gar nicht, habe ich zuerst gesagt“, scherzt Brigitte Plasch. Viele Freunde und Verwandte haben dann aber angeboten, zu helfen, so dass am Donnerstag bei Sekt, Kaffee und Kuchen angestoßen wird. Später geht das „Jubiläumspaar“ dann noch in einer Wirtschaft mit den Gästen zm Essen.

„Ein bisschen stolz sind wir schon, nicht alle kommen bis zur goldenen Hochzeit“, sagt Gerhard Plasch. Für die gebürtige Dittwarerin Brigitte Plasch verging die Zeit „wie im Fug“: „Erst kamen die Kinder, dann die Enkel. Als wir jung waren, hielten wir die Leute in ihren Sechzigern für „uralt“. „Jetzt sind wir selbst in diesem Alter. Ich finde aber , dass wir noch sehr rüstig sind“, lacht Plasch.

Kennenlernen bei Auftritten

„Weekendboys“, so hieß die Musikgruppe, mit der Gerhard Plasch und zwei Freunde in den 1960er Jahren in der Region auftraten. Auch in der Wirtschaft von Brigitte Plaschs Eltern traten die Tanzmusiker auf. Dort und bei anderen Auftritten wie zum Beispiel in der ehemaligen Tauberperle lernten sie sich kennen. „Sie sind damals zu dritt gekommen. Ich weiß aber gar nicht mehr, warum ich direkt mit ihm vertieft in ein Gespräch gekommen bin“, erinnert sich Brigitte Plasch.

Nicht nur die Musik brachte die beiden einander näher: Beide arbeiteten in Tauberbischofsheim, Gerhard Plasch als Kfz-Mechaniker, Brigitte Plasch als Friseurin. Der Heckfelder besaß schon ein Auto und nahm seine damalige Bekanntschaft immer mit nach Dittwar. Dabei zeigte Gerhard Plasch echt „Gentlemanqualitäten“: er wartete immer eineinhalb Stunden nach Feierabend auf Brigitte Plasch.

„Meine Mutter war sehr streng und wollte, dass ich spät heirate. Das hing auch damit zusammen, dass mein Vater schon früh bei einem tragischen Unfall ums Leben kam“, erzählt Brigitte Plasch.

Heirat während Bundeswehrzeit

Gerhard Plasch wurde 1969 zur Bundeswehr eingezogen. Im August 1969 heirateten die beiden dann. „Wer verheiratet war, bekam bei der Bundeswehr mehr Geld. Das war auch ein Grund, warum wir schon so früh geheiratet haben“, erklärt Gerhard Plasch.

„Für uns hatten wir immer gar nicht so viel Zeit gehabt“, blickt die gebürtige Dittwarerin zurück. Beide waren lange parallel berufstätig. Gerhard Plasch arbeitete nach seiner Anstellung als Kfz-Mechaniker über einen längeren Zeitraum bei einer Rollladen- und Fensterbaufirma in Königshofen. Seine Frau schnupperte in verschiedene Berufe – war im Altenheim angestellt und fuhr auch Taxi. „Später hatten wir dann oft die Enkel und ich musste meine Mutter pflegen“, erzählt die Rentnerin.

Gemeinsame Ski-Ausfahrten genossen die beiden. Zu verreisen sei aber beiden nicht so wichtig gewesen: „Ich bin eine ganz große Tierliebhaberin. Deshalb verzichte ich gerne auf Urlaube“, betont Brigitte Plasch. Ihr Yorkshire Lucy sei schon der dritte Hund in den 50 Jahren Ehe. Außerdem versorgen die beiden auch das Meerschweinchen des Enkels.

Dass sie „gesund bleiben“, wünschen sich die beiden für ihre kommenden Ehejahre. Beide fahren derzeit in einer Nebentätigkeit für ein Unternehmen Blutproben aus. „Der Job und Arbeiten am Haus füllen uns gut aus. Wir wissen nicht, was die Zeit bringt, hoffen aber, dass wir das noch möglichst lange machen können“, blickt das Jubelpaar auf die nächsten Jahre.

Die Fränkischen Nachrichten schließen sich den zahlreichen Glückwünschen zur goldenen Hochzeit an. chk

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