Lauda / Königshofen

Hier hat der Leser das Wort Zu „Beseitigung des Doppelbahnübergangs?“ (FN, 22. August) und „Wichtiges Thema auf Prioritätenliste“ (FN, 28. August)

Auf Planungen aufbauen und vielleicht sogar bessere Lösungen finden

Archivartikel

Als ehemaliger Planungsingenieur bei der Zentrale der Deutschen Bahn AG in Frankfurt am Main wohne ich seit meiner Pensionierung 2002 in Lauda-Königshofen, zuerst in Lauda, danach in Königshofen.

Als Planer für S-Bahnanlagen in Süddeutschland stand auch die Beseitigung von Bahnübergängen auf meiner Aufgaben- und Bearbeitungsliste. Meine langjährigen Erfahrungen zeigen, das diese Beseitigung eine ungemein wichtige Aufgabe der Verkehrsplaner ist, um die Ungleichheit zwischen Schiene und Straße zu beseitigen.

Der Planungsaufwand ist aufgrund der vielfältigen Gesetze, Vorschriften und Richtlinien derart kompliziert geworden, dass nur wenige kompetente Ingenieur-Büros damit zurechtkommen. In Königshofen ist dies besonders schwierig und zeitaufwendig, was man anhand der bisherigen Planungen für die Umfahrung der B 290 schon mal nachvollziehen kann.

Bei den Vorplanungen zur Westumfahrung hat man schon Lösungen für die Beseitigung des Bahnübergangs entwickelt. Darauf könnte man aufbauen und vielleicht sogar eine bessere Lösung für die Anbindung der B 292 an die B 290 in Königshofen finden. Die jetzige Planung ist der größte Mangel bei der Osttrasse, der dazu führt, dass der Ortskern von Königshofen nicht vollständig vom Durchgangsverkehr befreit wird.

Langer Rede kurzer Sinn, die Stadt Lauda-Königshofen ist mit dem neuen Bürgermeister auf dem besten Wege, die von seinem Vorgänger festgeschriebene Haltung zur generellen Verkehrsplanung aufzubrechen, um das Ganze wieder auf die richtigen „Gleise“ zu bringen. Dazu gehört es aber auch, dass ein ständiger Druck aufgebaut wird, damit sich bei den zuständigen Bauverwaltungen etwas bewegt. Der Zeithorizont für die Realisierung liegt vorsichtig geschätzt bei 20 bis 30 Jahren, daher auch mein Projektname „2050“.

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