Lauda / Königshofen

In Zeiten von Corona Viele Menschen fühlen sich in Bezug auf ihre Gesundheit überfordert / Für Entspannungsmomente sorgen

Anti-Stress in den eigenen vier Wänden

Archivartikel

Ängste, Sorgen, Unsicherheit in Bezug auf Gesundheit und Arbeitsplatz – in Corona-Zeiten fühlen sich viele Menschen überfordert. Einfache Anti-Stress-Übungen daheim sorgen für Gelassenheit.

Main-Tauber-Kreis. Der Ausbruch des neuen, unbekannten Virus erzeugt Furcht. Wenn auch noch der gewohnte Tagesablauf und die sozialen Kontakte wegbrechen, stört dies das seelische Wohlbefinden erheblich.

Auf Dauer ist das ungesund. Ständige Anspannung kann zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden führen.

Auf Notbremse treten

„Darum ist es wichtig, auf die Notbremse zu treten und für Entspannungsmomente zu sorgen. Das gibt dem chaotischen Alltag wieder Struktur und ermöglicht, in Ausnahmesituationen gelassener zu bleiben,“ sagt AOK-Entspannungs-Fachkraft Sandra Wittmann und fügt an: „Durch die vielen negativen, bedrückenden Überlegungen bewegen wir uns in eine Abwärtsspirale, die wir durch positive Gedanken, sogenannte „Ablenker“, stoppen können.

Dies können beispielsweise das Hören des Lieblingshits oder Blumengießen sein. Stress wird so bewusst ausgeblendet -die Erregung gedämpft.“

Effektiver Stressabbau

Doch wie gelingt effektiver Stressabbau zu Hause, wo der Platz eingeschränkt ist? „Dafür muss man nicht im Park joggen gehen – es gibt zahlreiche Tricks, um auch in den eigenen vier Wänden die innere Balance zu finden“, so die Yoga-Lehrerin. Die Expertin hat vier einfache Übungen zusammengestellt, die bei Anspannung wirken. Und sie unterstützen nicht nur akut, sondern auch vorbeugend, um dem Stress Lebewohl zu sagen.

Bei nervöser Unruhe hilft ein Yoga-Klassiker: der Baum. Hinstellen, Gewicht auf einen Fuß verlagern.

Das andere Bein anwinkeln mit der Sohle gegen das Standbein drücken. Für Anfänger reicht der Unterschenkel. Arme nach oben. Diese Stellung trainiert Muskulatur und Gleichgewicht. Zudem fördert sie die Konzentration auf sich und den eigenen Körper.

Stress geht immer mit unterschwelliger Aggression einher. Warum den Druck nicht ablassen? In ein Kissen zu boxen wirkt befreiend und lässt Frust verpuffen. So geht’s: Kissen fest in einer Hand halten, die andere Hand ballen. Nun aus der Schulter heraus ins Kissen boxen. Die Schlagfrequenz steigern. Bei jedem Stoß kräftig ausatmen. Seite wechseln.

Der Atem ist der Schlüssel für Gelassenheit. Mit der Bauchatmung etwa stimuliert man den sogenannten Vagus-Nerv. Dadurch sinken die Stresshormone im Körper sofort. So geht’s: Im Schneidersitz fünf bis sieben Sekunden tief durch die Nase Luft holen.

Der Bauch wölbt sich. Atem kurz anhalten, sechs bis acht Sekunden tief durch den Mund ausströmen lassen. Der Bauch senkt sich. Luft kurz anhalten. Wichtig ist, dass das Ausatmen länger dauert als das Einatmen. Fünf- bis zehnmal wiederholen.

Voller Energie-Punkte

Laut Shiatsu steckt der Körper voller Energie-Punkte. Hier lassen sich durch Fingerdruck Blockaden lösen und Stress abbauen. Ein zentraler Punkt ist die „Talsenke“. Er liegt am Handrücken auf der weichen Stelle zwischen Daumen und Zeigefinger. Daumen der anderen Hand darauf legen, die Stelle zehn Sekunden lang drücken. Dann zwei Sekunden lockerlassen. Rhythmus viermal wiederholen. Seite wechseln. aok

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