Lauda / Königshofen

Umfassende Sanierung In der Eisenbahnstraße in Königshofen entstehen zwölf barrierefreie Wohnungen für Familien

Altes Lagerhaus soll umgebaut werden

Das ehemalige Lagerhaus in Königshofen soll zu einem Zwölf-Familienhaus umgebaut werden.

Königshofen. Lange Zeit diente es der Zentralgenossenschaft (ZG) als Lagerhaus, später dann dem Caritasverband als Lager. Seit eineinhalb Jahren gehört das markante Gebäude der Stadt Lauda-Königshofen, die es allerdings nur mit dem Ziel, es zu vermarkten, gekauft hat. Jetzt hat sich ein möglicher Investor gemeldet, der das Gebäude erwerben und zu Wohnungen umbauen will. Am Montag erteilte der Technische Ausschuss des Gemeinderates grünes Licht für das Vorhaben.

Wie Bürgermeister Thomas Maertens eingangs erwähnte, sei lange Zeit nicht klar gewesen, ob das errichtete Gebäude überhaupt erhalten werden kann. „Es ist komplett aus Holz errichtet, weswegen eine Vielzahl von Feuerschutzvorschriften einzuhalten ist“, so Maertens.

Zwar werde die markante Holzfassade bei dem Umbau zu Wohnungen gegen eine gedämmte Putzfassade getauscht, „doch da wir im Moment einen hohen Bedarf an Wohnungen in der Stadt haben, bin ich dankbar, dass ein Investor das Gebäude nun umbauen möchte“, freute sich Thomas Maertens über das Interesse.

Wie er in Vertretung des Stadtbaumeisters Tobias Blessing mitteilte, werde mit dem Wandaufbau ein KfW-100 Standard (Energieeffizienz) erreicht, die gedämmte Putzfassade in Anlehnung an die bisherige Holzfassade in einer Farbe, die an verwittertes Holz erinnert, gestrichen.

„Wichtig ist uns aber, nachdem die bisherige Holzverschalung wegfällt, dass die übrigen Holzelemente sichtbar werden. Die Balkone sollen unter Verwendung der bestehenden Holzkontsruktion des Vordaches aus Holz gefertigt werden.

„Alle Wohnungen sind durch einen Aufzug barrierefrei angelegt und haben Balkone. Im Dach wird eine Maisonettewohnung mit Galerie errichtet. Das Gebäude wird durch die neue Fassade zwar anders aussehen, als heute, aber der städtebauliche Grundsatz ’gebaut werden darf nur, wenn sich die Situation verbessert’, ist eingehalten“, ergänzte der Bürgermeister.

Eine Begehung des Objektes wegen Fledermäusen habe zwischenzeitlich stattgefunden. Es seien aber keine Fledermäuse noch Fledermauskot gefunden worden.

Stadtrat Reinhard Vollmer (Freie Bürgerliste) erkundigte sich nach dem gewerblichen Betrieb, der sich ebenfalls in dem Gebäude ansiedeln möchte. „Wir haben keinerlei Kenntnisse, um was für einen Betrieb es sich dabei handelt“ antwortete Maertens auf die Frage. Die Planungen liegen in den Händen des Ingenieurbüros Jouaux aus Grünsfeld.