Lauda / Königshofen

Besondere Aktion „Pavillonblasen“ über den Dächern von Beckstein sorgte für Begeisterung

Alte Volkslieder und Klassiker erklangen

Archivartikel

Beckstein.Schon beinahe zur Tradition wurden die Klänge eines Tenorhorns und einer Klarinette über den Dächern von Beckstein. Gerhard und Michael Möhler von der Winzerkapelle haben es sich zur regelmäßigen Aufgabe eines Sonntagabends gemacht, verschiedene Klassiker und alter Volkslieder vom Pavillon in Beckstein hinab in das Dorf zu schicken – und das zum nunmehr zwölften Mal in Folge.

Was einst als Idee und Flashmob gegen die Corona-Beschränkungen mit der „Ode der Freude“ in ganz Europa begann, hat sich seitdem wöchentlich routiniert. Punkt 18 Uhr versammeln sich die Brüder über den Dächern des Dörfchens zum Musizieren. Die Bevölkerung, und neuerdings auch wieder die Touristen, spenden den Musikern von ihren Balkonen, den öffentlichen Plätzen und den Straßenzügen gebührend Applaus.

Aus Flashmop entstanden

„Begonnen hatte alles als Abwechslung für die Bewohner und die Touristen“, resümieren die beiden Becksteiner ihr „Pavillonblasen“, wie es inzwischen liebevoll genannt wird. Ziel sollte es sein, „die emotionale Situation der Menschen wegen der Corona-Krise zu Hause ein wenig leichter zu machen“. Und wer weiß, vielleicht setzt sich dieser Brauch auch in der Nach-Corona-Zeit weiter fort.

Gleichzeitig bot sich den Musikern dabei noch ein positiver Nebeneffekt: Da die Musikproben der Winzerkapelle aufgrund der Kontaktbeschränkungen ausgesetzt waren, halfen die kleinen Sonntagsauftritte, in Übung zu bleiben – zumindest bis zum vergangenen Freitagabend, als nach dreimonatiger Pause die Winzerkapelle Beckstein mit eigenem Hygienekonzept unter freiem Himmel im Hof der Becksteiner Winzer eG ihre erste Probe absolvieren konnte.

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