Lauda / Königshofen

Leserbrief Zur Bürgermeisterwahl

Alle sollten einen Gang zurückschalten

Es ist Wahlkampfzeit. Eigentlich war ich froh, dass im politisch nicht immer einfachen Lauda-Königshofen bis zum 15. März ein weitgehend fairer Wettbewerb geführt wurde. Nun hat wohl der Unterlegene „Angst und Frust“ und motiviert seine Anhänger zu fragwürdigen Leserbriefen. Ich persönlich finde: am Ende schadet das der gesamten Stadt Lauda-Königshofen.

Wenn ich mir die Leserbriefseite am Dienstag anschaue, dann könnte man auch darüber schreiben: „Wie man sich als Stadt endgültig lächerlich machen kann. Ein Leitfaden“. Schön finde ich, dass zumindest einige Leserbriefe die sachliche Ebene nicht verlassen. Es geht bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag nicht um irgendwelche politischen Parteien, auch nicht um die Finanzpolitik von links oder rechts gesehen, sondern um den persönlichen Eindruck und das Gesamtbild der Kandidaten. Auf dieser Basis treffe jedenfalls ich meine Entscheidung.

Als Bürger geht es mir in meiner Entscheidung einzig und allein darum, wen ich für fähiger und bürgernäher für die kommenden acht Jahre halte. Für mein Empfinden erreicht der Bewerber Dr. Braun nicht die „Herzen“ der Menschen. Ich spreche ihm nicht seinen „Verstand“ ab, aber doch die Fähigkeit, mit der nötigen Empathie auf die Menschen zuzugehen. Dies ist mir in der persönlichen Beobachtung mehrfach aufgefallen. Nach der Wahl müssen sich alle wieder in die Augen schauen können. Ob dies den anscheinend tollwütig Gewordenen auch gelingen mag, halte ich für zweifelhaft. Man sollte einen Gang zurückschalten.

Demokratie heißt: das Volk entscheidet. Und zwar so wie es will und nicht wie Parteien oder Fraktionen es wollen. Und das ist auch richtig so.

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