Lauda / Königshofen

Bürgermeisterwahl Kandidat Mirco Göbel stellte sich und seine Pläne in Königshofen vor

„Akzente ohne Aktionismus“

Archivartikel

Königshofen.Im Rahmen der Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Mirco Göbel in Königshofen verdeutlichte er seine Vorstellungen unter dem Motto: „Es geht auch anders“, machte aber keine unhaltbaren Versprechungen. Vom Kandidaten ging uns folgender Bericht zu.

Göbel kommt aus Wertheim, doch die Messestadt ist ihm seit Jahrzehnten vertraut – im Kulturschock habe er einen Teil seiner Jugend verbracht und die Messe habe er regelmäßig besucht. Den Vereinen attestierte er eine tolle Arbeit, und lobte das Engagement vieler Bürger. Da er selbst in der Vereinsarbeit aktiv sei, wisse er um die Bedeutung des Ehrenamtes.

Generell will er als Bürgermeister „mehr Bürgerbeteiligung“, betonte Mirco Göbel. Dies könne durch Bürgersprechstunden, eine Jugend- und Seniorenvertretung, regelmäßige Treffen mit dem Umwelt- und Wirtschaftsforum gewährleistet werden. Punktuell wolle er auch Gemeinderatssitzungen „vor Ort“ halten, „gerade dann, wenn es dort Probleme gibt oder wichtige Entscheidungen anstehen.“

Dass er – obwohl von Beruf her Lehrer – als ehemaliger Leiter der Wertheimer LEA mit mehr als 200 Mitarbeitern und in der Spitze über 1200 zu betreuenden Flüchtlingen über profunde Verwaltungserfahrung verfüge, betonte Göbel ebenfalls. Zudem wirke er als Studiendirektor am BSZ Wertheim sowie als Stabsstellenleiter Integration ebenfalls verwaltungstechnisch.

Weiter ausbauen wolle er das Angebot der Kinderbetreuung. Eine gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen Trägern sei unerlässlich. „Wir brauchen die Vielfalt von kirchlicher und kommunaler Trägerschaft. Aber nicht, weil es die Kirchen schlecht machen, sondern als Ergänzung“. Auch die wirtschaftliche Entwicklung verdiene einen steten Einsatz. Eine Wirtschaftsfördergesellschaft sei eine „gute Sache“. Die Stadt müsse eine „Weiterentwicklung, auch durch Bestandssicherung“, möglich machen und Neuansiedlungen unterstützen. Im Rahmen der Daseinsfürsorge sei es auch wichtig, dass es gute Einkaufsmöglichkeiten gibt. „Es kann mir als Bürgermeister nicht schmecken, wenn die Leute zum Einkaufen fortfahren müssen.“

Im Rahmen der Fragerunde wurden Vorbehalte gegen die Turmbergtrasse geschildert und kritisiert, dass sie nicht wirklich eine Umfahrung darstelle, sondern Königshofen ein weiteres mal „zerschneide“. Die Forderung nach einer erneuten Revision der vom Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossenen Entscheidung wies Göbel zurück, da dies aus seiner Sicht ein großer Fehler wäre und wahrscheinlich das Aus für sowohl für die Variante Ost und West bedeuten würde. pm

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