Lauda / Königshofen

„FabrikGalerie Lauda“ Peter Langguth präsentiert im Rahmen der 145. Ausstellung seine Werke

Abstraktes und Gegenständliches

Lauda.In der „FabrikGalerie Lauda“ gibt es wieder eine neue Ausstellung; es ist die 145. seit Beginn der Reihe.

Eine große Bandbreite der Kunst, sagte Dr. Gunther Wobser bei seiner Begrüßung der Gäste im repräsentativen Treppenhaus , zeige die „FabrikGalerie Lauda“ im Lauf der Jahre – und er freue sich bereits auf die 150. Ausstellung, die im Dezember eröffnet werde. Ob weit gereiste oder regionale Künstler, ob Fotokunst oder Zeichnung, Plastiken, naturalistisch oder abstrakt – hier finde jederzeit die Kunst ihr Publikum. Es gebe immer wieder besondere Momente bei den Eröffnungen; diesmal sei es „Malerei und Musik“ in interessantem Gleichklang. Peter Langguth biete dies in der aktuellen Ausstellung. Den Künstler stellte Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, vor.

Peter Langguth, 1962 in Pforzheim geboren, absolvierte nach seinem Schulbesuch ein fünfjähriges Kunststudium an der Kunstakademie in Karlsruhe, unter anderem bei Professor Georg Baselitz und Professor Michael Sandle. Zahlreiche Ausstellungen führten ihn nicht nur durch Deutschland, unter anderem nach Berlin, Heidelberg, Schwetzingen, Karlsruhe, Schwäbisch Hall und viele weitere Städte. Auch weit darüber hinaus, sei es in Australien, Kanada, USA, Frankreich, Großbritannien, kennt man den vielseitigen Kunstschaffenden, der sowohl in England, wo er als Gastdozent an der Universität in Brighton wirkte, als auch in Australien lebte. Seit 1999 wieder nach Deutschland zurückgekehrt, zeigt Peter Langguth hier seit 2002 auch vorwiegend seine Werke; er lebt und arbeitet in Mosbach und Cuxhaven.

Dies sagt Langguth über sich und sein Schaffen: „Meine Arbeiten bewegen sich in der Regel zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Abstrakte Malerei bewegt sich auf einer anderen Ebene als meine Bilder, zum Beispiel Mark Rothko. Viele meiner Gemälde nenne ich Traumlandschaften; darin sind beispielsweise alle Landschaftseindrücke verarbeitet aus den Ländern, welche ich bereiste bzw. in welchen ich lebte. Die Local-Works-Werkreihe, eine Synthese zwischen Foto, Malerei und digitaler Bearbeitung, bietet Arbeiten in Bezug auf, etwa Dresden, Mosbach, New York, Berlin, Hamburg, Nassau etc.“

Eine Besonderheit findet man in den Bildern, die typisch für den Künstler ist – die Signatur. Er signiert sie auch nicht mit seinem vollen Namen, sondern versteckt nur das Monogramm, PGL, irgendwo im Bild. Peter Guriel Langguth ist sein jüdischer Vorname, der so als Bestandteil und auch Inhalt seiner Bilder geworden ist.

Zwei Dinge fallen in den Bildern ganz besonders auf: Es sind Häuser und Leitern. Das eine, die Häuser, erinnern den Künstler an seinen Aufenthalt in England, an Cornwall mit seinen Cottages. Dies sagte Gleich und ergänzte zugleich seine Aussage mit der Interpretation der Verbindung von Irdischem und Überirdischem. Er forderte die Besucher auf, diese Symbolik in den Bildern ausfindig zu machen und die Inhalte dieser „Bilderbotschaften“ zu ergründen.

Den Wunsch des Publikums nach Langguths Musik erfüllte der Künstler mit Gitarre und Gesang zum Abschluss des offiziellen Teils mit drei Kompositionen, die mit lebhaftem Applaus honoriert wurden.

Zu sehen ist diese interessante Ausstellung bis 27. März jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr nach Voranmeldung. irg

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