Lauda / Königshofen

Spielplätze Verwaltung stellte Bestandsaufnahme der Freizeiteinrichtungen für kleine Kinder vor

234 Spielgeräte permanent kontrollieren

Lauda-Königshofen.Eine Bestandsaufnahme der Spielplätze im Stadtgebiet hatte die CDU-Fraktion bei der Verwaltung beantragt – und der stellvertretende Bauhofleiter Markus Hellinger gab einen ausführlichen Einblick. Der Gemeinderat nahm diese Präsentation bei der Sitzung am Montag in der Stadthalle Lauda zustimmend zur Kenntnis.

Auf den 44 Arealen stehen 234 Spielgeräte, die der Bauhof regelmäßig kontrolliert, instandsetzt oder austauscht. Drei Spielgeräte aus Recycling-Kunststoff sind bestellt. Kürzlich wurden überall neue Tafeln angebracht.

Bei der Durchsicht in den letzten Monaten wurden 41 Geräte mit morschen Teilen gefunden und ersetzt, sechs Geräte erfüllten nicht mehr die aktuellen Normen. Verwundert waren die Gemeinderäte über einen TÜV-Bericht, der bei einem Spielgerät keine Mängel feststellte, der Bauhof ein marodes Teil trotzdem ausbaute.

Hellinger machte deutlich, dass sich manche Spielplätze in einem schlechten Zustand befänden, weil man im Bauhof zu wenig Personal dafür habe und auch das Budget, etwa für Neuinvestitionen oder für Unterhaltungsmaßnahmen, zu gering sei. An einem Beispiel machte er das deutlich. Bis eine Nestschaukel mit einem Anschaffungspreis von rund 2400 Euro aufgestellt sei, koste dies die Kommune mehr als 4000 Euro. Er regte an, nicht am Budget für die Spielplätze zu sparen und auch gezielt die Geräte für Kinder unter drei Jahren nachzurüsten.

Die Bestandsaufnahme war für Marco Hess, Fraktionsvorsitzender der CDU, „nachhaltig beeindruckend“.

Diskutiert wurde über eine Schließung von wenig genutzten Spielplätzen. Stadtrat Christof Kulzer (CDU) konnte sich das zugunsten einer Aufwertung anderer Plätze vorstellen. „Wir müssen das Thema angehen, auf manchen Plätzen sieht es schlimm aus“, so Kulzer. Sand nachzufüllen sei eine Kleinigkeit, die der Bauhof erledigten sollte, forderte er.

Der Spielplatzschließung erteilte Siegfried Neumann (SPD/FB) eine klare Absage. Vorher müsse erst geprüft werden, ob sie wirklich nicht genutzt würden. Für ihn ist es eine permanente Aufgabe der Stadt, die Sicherheit auf den Spielplätzen im Auge zu behalten.

Stadtrat Andreas Schäffner (FBL) regte an, auch Fitnessgeräte für ältere Einwohner aufzubauen. Das wolle man auf dem Boissy-Platz, entgegnete seine Kollegin Anita Spinner, die zugleich bürgerschaftliches Engagement für den Erhalt dieser Einrichtungen anregte. Ins gleiche Horn stieß auch Herbert Bieber. „Die Bürger sehen die Veränderungen an einem Spielplatz eher, als wenn wir zwei Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen ausgeben.“

Dass bereits vieles auf den Weg gebracht sei beim Thema Spielplätze, unterstrich Bürgermeister Dr. Lukas Braun abschließend. Man werde auch auf neue Bedürfnisse Rücksicht nehmen, verwies er auf die kommenden Beratungen zum Haushalt. dib

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