Landwirtschaft und Natur

Effektvoller Vorgarten Eine gelungene Kombination von Stauden, Gräsern, Bodendeckern und Gehölzen sorgt für Abwechslung

Mit Zwiebelblumen geht’s einfach

Einerseits sollte ein Vorgarten als sogenannte „Visitenkarte des Hauses“ einen guten Eindruck machen, andererseits wollen die meisten Grundstücksbesitzer nicht zu viel Arbeit mit der Grünfläche haben. Wenig Arbeit, viel Effekt – das mag wie ein Widerspruch klingen, muss es aber nicht sein.

Eine gelungene Kombination von Stauden und Gräsern, immergrünen Bodendeckern und Gehölzen ist anspruchslos und sorgt vom späten Frühling bis in den Herbst für Pflanzenfreude vor dem Haus. Während der ersten Monate des Jahres sieht der Vorgarten dagegen meist etwas trostlos aus – blattlose Äste, trockene Blütenstände; nur die Immergrünen halten die Stellung.

Wer sich auch im Frühling über Farbe freuen möchte, sollte jetzt Blumenzwiebeln pflanzen. Das geht schnell, ist unkompliziert und belohnt bereits ab Februar mit fröhlichen Blüten.

Vielfalt vor dem Haus

Am Anfang steht die Auswahl. Dieser Punkt ist vermutlich das zeitaufwendigste am Blumenzwiebeln pflanzen – macht aber auch enorm viel Spaß. Denn die Welt der Tulpen und Narzissen, Krokusse und Allium, Hyazinthen, Schneeglöckchen, Kaiserkronen, Traubenhyazinthen ist unglaublich vielfältig.

Die Frühblüherinnen unterscheiden sich in Form, Farbe sowie Blütezeit und nicht zuletzt auch darin, ob sie einen Frühling lang erfreuen oder Jahr für Jahr wiederkommen. „Die meisten Arten und Sorten sind ziemlich anspruchslos“, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek. „Der Großteil wünscht sich einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie einen durchlässigen Boden. Es gibt nur wenige Ausnahmen von dieser Regel, zum Beispiel die Schachbrettblume, die es feucht und eher schattig mag.“

Sind die Favoriten ausgewählt, geht es ans Pflanzen. Dafür braucht man lediglich ein kleines Schäufelchen – das war’s. Schon kann man den Vorgarten mit Frühblühern aufpeppen. Die Zwiebeln können überall in den Boden gesetzt werden, selbst zwischen niedrigen, immergrünen Bodendeckern fühlen sie sich wohl.

Aber auch in großen Kübeln neben der Haustür machen sie sich gut. Als Faustformel gilt: Das Pflanzloch muss dreimal so tief sein, wie die Zwiebel dick ist. Diese kommt in der Regel mit der Spitze nach oben hinein und wird mit normaler Gartenerde zugedeckt.

Dünger brauchen die runden Kraftpakete nicht, denn sie haben bereits alles in ihrem Innern gespeichert, was sie zum Wurzeln und Austreiben benötigen.

„Sind sie im Boden, kann man die Zwiebelngetrost vergessen“, hebt van der Veek hervor. „Sie verlangen keinerlei weitere Arbeit und beginnen, wenn die Tage wieder länger werden, von selbst wachsen und zu blühen.“

Wenig Aufwand, großer Effekt – mit Blumenzwiebeln ist das möglich. Einfach und unkompliziert wird mit ihnen der Frühlingsvorgarten zum Hingucker – für Freunde, die zu Besuch kommen, den Paketboten, Spaziergänger, Auto- und Fahrradfahrer und vor allem für jene, die aus dem Fenster schauen, am Morgen das Haus verlassen oder am Abend wieder heimkehren. flu