Landwirtschaft und Natur

„Ceres Award“ Die Markelsheimer Landwirtin Conny Lehr hat erneut den Sprung zur Endrunde nach Berlin geschafft

„Ich setze mich nicht unter Druck“

Zum dritten Mal in Folge ist es der Markelsheimer Landwirtin Conny Lehr gelungen, sich für die Endrunde des „Ceres Award“ zu qualifizieren. Nachdem sie bei den vergangenen beiden Auflagen noch knapp gescheitert war, rechnet sie sich diesmal durchaus Chancen aus, in der Rubrik „Unternehmerin des Jahres“ ganz oben zu landen. Zwei Betriebe aus Baden-Württemberg und aus Österreich stehen mit ihr im Wettstreit um die bedeutendeste Auszeichnung für Landwirte im deutschsprachigen Raum.

Die Verleihung des Preises, übrigens in knapp einem Dutzend Kategorien, ist am Mittwoch, 16. Oktober, vor großer Kulisse im „Cosmos“ in Berlin durch Julia Klöckner Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung.

Conny Lehr ist im Bereich der Landwirtschaft in der Tat eine Unternehmerin mit Visionen. Sie setzt sich dafür ein, einerseits die konventionelle Landwirtschaft, also den Bauern als heimischen Kulturpfleger, zu stärken. Andererseits ist sie allerdings auch bestrebt, nach Wegen zu suchen, um Betriebe, die auf dem Agrarsektor aktiv sind, fit zu machen für die Zukunft, indem sie Felder besetzt, die den eigenen Hof auf weitere Standbeine stellen, um so am Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Hier seien nur die Ausflüge mit dem „gelben Wagen“ in die Weinberge oder die Übernachtung im Weinfass genannt.

Sie wolle authentisch und realitätsnah rüberkommen, ohne sich dabei verstellen zu müssen. Conny Lehr reist nach Berlin in dem Wissen, zu Hause in Markelsheim vieles richtig gemacht zu haben. „Ich setze mich aber nicht unter Druck, indem ich mir sage, jetzt muss es klappen“, sagt sie im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. „Es ist schön, es wieder so weit geschafft zu haben, aber wenn es nicht klappt, bin ich bestimmt nicht enttäuscht.“ Ihr wichtigster Preis sei ohnehin die eigene Familie, von der sie tatkräftig unterstützt werde.

Im Vorfeld der Gala in Berlin waren ein Kamera- und ein Jurorentam auf dem „Jakobshof“, um sich vor Ort zu informieren und die ganzen Angebote genauer unter die Lupe zu nehmen. Jetzt heißt es, abwarten und Daumen drücken.