Külsheim

Gemeinderat tagte Über Anlage im Forst der Brunnenstadt informiert / Fortschreibung des Allgemeinen Kanalisationsplans war Thema

Windpark bringt Geld in Kasse

Um Wind und Wasser ging es am Montagabend in der öffentlichen Sitzung des Külsheimer Gemeinderats im Schloss.

Külsheim. Dr. Norbert Schön, Geschäftsführer beim Stadtwerk Tauberfranken und bei der Gesellschaft um den Windpark Külsheim, gab zu Letzterem einen Sachstandsbericht. Er vermittelte bildhafte Eindrücke vom Bau der fünf Anlagen und zeigte den zeitlichen Ablauf auf, bis schließlich 2016 alle Windkraftanlagen am Netz waren.

Ertrag

Mit 31 Millionen Kilowattstunden je Jahr erzeuge der über 22 Millionen Euro teure Windpark das Doppelte von dem, was in Külsheim gebraucht werde, so Schön. Weil die Anlagen alle im Wald stehen, seien Rodung und Wiederaufforstung wichtige Themen. Bei der Bürgerbeteiligung wurden über 1,7 Millionen Euro „eingesammelt“.

Im Kalenderjahr 2017 habe der Windpark rund zehn Prozent mehr Strom erzeugt als prognostiziert, berichtete der Experte weiter. Schön listete die aus dem Windpark resultierenden Erträge für die Stadt Külsheim auf, in der Summe rund 168 000 Euro pro Jahr.

Nach der Vorführung eines Films über den Windpark erläuterte Irene Trabold vom Bauamt beim Thema „Abwasserbeseitigung im Stadtteil Uissigheim“ den Sachverhalt hinsichtlich der notwendigen Überarbeitung und Fortschreibung des Allgemeinen Kanalisationsplanes. Dieser ist 1978 erstellt, später ergänzt und erweitert worden. Eine Überrechnung nach neuen Richtlinien indes sei nicht vorgenommen worden, was aber vom Landratsamt moniert werde, so die Fachfrau.

Nachdem ein Ausbau der Ortsdurchfahrt in Uissigheim vonseiten des Landkreises 2021 vorgesehen sei und dabei auch Kanalbaumaßnahmen erfolgen sollten, müsse die gesamte Kanalisation im Hinblick auf die Kanaldimensionen überprüft und neu berechnet werden. Dies sei eine rein technische Ingenieurleistung mit einer Grundlagenermittlung, hydraulischen Berechnungen, einer eventuellen Neudimensionierung der Kanäle und Regenentlastungsbauwerke, der Erstellung des Allgemeinen Kanalisationsplanes sowie der wasserrechtlichen Genehmigungsplanung. Trabold ging auch auf die monetären Rahmenbedingungen bezüglich des Ingenieurhonorars ein.

Bei einer Enthaltung von Theodora Ulrich beschloss der Gemeinderat die Vergabe der zuvor genannten Ingenieurleistungen an das Ingenieurbüro Sack & Partner für maximal brutto 10 683 Euro.

Eine weitere Vergabe betraf Ingenieurleistungen für die Kanaluntersuchung im Stadtteil Uissigheim nach der Eigenkontrollverordnung. Trabold zeigte die Verpflichtung auf, Kanalisationen regelmäßig hinsichtlich anerkannter Regeln der Technik zu überprüfen.

Die Kanalisation in Uissigheim mit insgesamt sechs Kilometern Länge sei 1999 erst- und bisher letztmals untersucht worden. Inzwischen habe man Schäden behoben und saniert.

Erneute Untersuchung

Die Wiederholungsuntersuchung sehe eine Kamerabefahrung und eine Reinigung durch ein Kanalreinigungsunternehmen vor. Zudem seien ingenieurtechnische Leistungen wie eine Erarbeitung der Ausschreibung, die Überwachung der TV-Untersuchung auf der Baustelle sowie eine umfassende Auswertung notwendig.

Der Gemeinderat beschloss bei einer Enthaltung von Manfred Keller, das Ingenieurbüro Sack & Partner mit den ingenieurtechnischen Leistungen bei der Kanaluntersuchung in Uissigheim zu beauftragen. Der Preis dafür beträgt insgesamt o rund 8903 Euro brutto. hpw