Külsheim

Großer Markt Mit Bierprobe auf das traditionelle Volksfest in der Brunnenstadt eingestimmt / Umzug am gestrigen Abend musste wegen des Gewitters abgesagt werden

Viele helfende Hände tragen zu Erfolg bei

Die Külsheimer feiern seit gestern ihren Großen Markt. Mit der traditionellen Bierprobe wurde bereits am Mittwochabend im Schloss auf das Volksfest in der Brunnenstadt eingestimmt.

Külsheim. Es herrschte gute Stimmung, als Bürgermeister Thomas Schreglmann im Rittersaal beherzt zum Holzhammer griff und mit zwei Schlägen das offiziell erste Fass Bier gekonnt anzapfte. Zuvor hatte er seine Freude über die zahlreichen Besucher ausgedrückt. Diese waren stellvertretend für diejenigen gekommen, die zum Gelingen des Großen Markts beitragen. Dank sprach er allen Beteiligten auch für die bereits geleistete Unterstützung aus.

Runde Sache

Ein Volksfest wie dieses „brauche viele helfenden Hände, damit es ein Erfolg wird“, betonte der Rathaus-Chef in seiner Ansprache: „Alle leisten ihren Beitrag dazu, dass es eine runde Sache wird“, stellte er anerkennend fest. Und die Stadt „hat wieder für gutes Wetter gesorgt“, versprach er und wünschte „einen friedlichen Großen Markt 2018“.

Mit Blick auf das Programm bescheinigte Schreglmann dem Gewerbe- und Verkehrsverein sowie Festwirt Henry Traber, ein tolles Programm auf die Beine gestellt zu haben. Von Letzterem sei sogar der Preis für die Weinschorle gegenüber 2017 um 20 Cent gesenkt worden. Für die Maß voller Gerstensaft sind wieder 7,50 Euro zu zahlen. Dazu der Schultes: „Der Bierpreis passt.“

Der Inhalt der Krüge offenbar auch, wie Roland Andre, Braumeister und Geschäftsführer der Distelhäuser Brauerei, gegenüber den FN beteuerte. Wie er feststellte, „sind die Külsheimer offensichtlich sehr traditionell“. Denn der Große Markt gehöre zu den Festen, bei denen die Verantwortlichen bewusst auf „unser klassisches Pils“ setzen.

Das bestätigte Brauerei-Geschäftsführer Christoph Ebers. Nachdem er 2017 den Großen Markt als „wunderschönes Fest“ kennengelernt hatte, versprach er, auch diesmal wieder mit seiner Familie dabei zu sein.

„Ich bin jetzt im zehnten Jahr Festwirt in Külsheim“, erzählte Henry Traber. „Und ich war immer zufrieden“, betonte er: „Ich komme gerne nach Külsheim.“ Denn „es klappt immer gleich alles“, hob er die tolle Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Bauhof-Mitarbeitern hervor. Das gute Miteinander ist für Traber ein Grund dafür, dass er dem Großen Markt auch nach der am 31. Dezember geplanten Übergabe seines Zeltverleihs an Sohn Oliver treu bleiben will.

Jugendschutz

Traber hoffte, dass das Fest ebenso ruhig wie in den Vorjahren verlaufen werde. Dabei gelten für das Festzelt einige Neuerungen in puncto Jugendschutz. So erhalten am Freitag und Samstag Jugendliche unter 16 Jahren ein rotes Armband. Das zeigt an: Sie dürfen keinen Alkohol konsumieren und müssen um 22 Uhr das Zelt verlassen. Das gelbe Armbändchen für 16- und 17-Jährige signalisiert, dass diese Bier sowie Wein trinken und bis 24 Uhr bleiben dürfen. Wer 18 Jahre und älter ist, erhält ein schwarzes Armband. An den anderen Festtagen werde nach den Worten des Festwirts das Personal im Zelt ein wachsames Auge darauf haben, dass diese Regelungen eingehalten werden. Außerdem gebe es um 22 und 24 Uhr jeweils entsprechende Durchsagen.

Für den Vergnügungspark zeichnet in bewährter Weise Wolfgang Boos verantwortlich. Die Schausteller kommen wieder in alter Besetzung“, kündigte er vom Autoscooter über Kinderkarussell und -flieger, Pfeilewerfen, einer Schießbude und Süßwaren alles an, was zum Großen Markt dazugehört. Beim Kinder- und Familiennachmittag am heutigen Freitag gelten für den Nachwuchs verbilligte Fahrpreise.

Mit so manchem Angebot punkten können sicher auch die Standbetreiber auf dem Festgelände. Festplatz-Marktmeister Jürgen Thoma ist stolz darauf, es geschafft zu haben, diesen wieder mit verschiedenen Anbietern zu besetzen. Das sei nicht einfach, bekannte er.

„Unsere Straße ist voll“, verkündete Hubert Seitz, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins. Zusammen mit Schriftführerin Luise Wernher hat er das Programm mit zahlreichen Aktionen in der erweiterten Fußgängerzone zusammengestellt. Am Festwochenende fungiert dort Roy Redecker als Marktmeister. Erstmals verlange der Verein für die Standbetreiber in der Fußgängerzone keine Gebühr. Die zu zahlende Kaution werde erstattet, wenn der Händler vor Ort sei, erklärte der Vorsitzende. Zufrieden zeigte sich Seitz mit den Anmeldezahlen für den Flohmarkt im Bereich von der Kreuzung Hauptstraße/Römerbadweg bis etwa zum ehemaligen Gasthaus „Brunnenputzer“.

DRK-Helfer sind einsatzbereit

An allen Festtagen einsatzbereit sein werde die DRK-Ortsgruppe, versicherte Bereitschaftsleiterin Sandra Keller. Erste-Hilfe-Station und Wickelecke befinden sich im Foyer der Festhalle. Die DRK-Helfer hoffen, dass der Große Markt für sie diesmal ruhiger verlaufen werde, nachdem sie im vergangenen Jahr vor Ort einiges zu tun hatten und parallel zum Fest zu weiteren Einsätzen gerufen wurden.

Eine Premiere ist der Markt für Simone Hickl-Seitz in ihrer Funktion als Hauptamtsleiterin. Damit ist sie erstmals als Vertreterin der Stadtverwaltung für das Fest zuständig. Da nach ihrer Meinung alle Beteiligten ein gut eingespieltes Team sind und alles funktioniert, sieht sie keinen Grund, etwas zu ändern: „Es soll erfolgreich weitergehen.“