Külsheim

Sitzung des Külsheimer Gemeinderats Gremium befasste sich mit Verkehrsregelungen in der Gesamtstadt

Tempo-30-Zone nicht immer zielführend

Archivartikel

Um die Regelung des Verkehrs in der Gesamtstadt ging es in der Sitzung des Külsheimer Gemeinderats. Das Gremium befasste sich mit den Ergebnissen der Verkehrsschau am 3. September.

Külsheim. Bürgermeister Thomas Schreglmann sagte, man habe das Gefühl, dass im Straßenverkehr weniger rücksichtsvoll gefahren werde. Es gebe regelmäßig Verkehrstermine mit Experten. Maßnahmen müssten von den Behörden angeordnet werden.

Hauptamtsleiterin Simone Hickl-Seitz ging auf den Antrag von Gemeinderätin Theodora Ulrich ein. Diese hatte die Einrichtung einer Tempo-30-Zone, eines Zebrastreifens oder für das Aufstellen einer Ampel in der Ortsdurchfahrt Steinbach im Bereich der Bushaltestellen in der Ortsmitte gefordert.

Das Thema beschäftige die Verkehrsbehörden seit über zehn Jahren, so Hickl-Seitz. Eine Querungshilfe im Bereich der Bushaltestellen sei die sicherte, aber auch teuerste Lösung mit Kosten von rund 100 000 Euro. Das Land würde sich finanziell beteiligen, die Busbuchten müssten verlegt werden.

Die Finanzierung der Kosten seien derzeit im Haushalt der Stadt jedoch nicht darstellbar. Für eine Ampel und einen Zebrastreifen seien die verkehrlichen Voraussetzungen von Sicht und Einsehbarkeit nicht gegeben.

Was die Einrichtung einer 30er-Zone in der Schönertsbachstraße (Ortsdurchfahrt) auf Höhe des Kindergartens anging, erklärte die Rednerin, dass dies nur im unmittelbaren Zugangsbereich auf einer Länge von maximal 300 Metern für die Dauer der Öffnungszeiten des Kindergartens möglich wäre. Geschwindigkeitsmessungen seien erfolgt. Eine Tempo-Beschränkung hielten die Verkehrsbehörden und die Polizei nicht für zielführend.

Die Hauptamtsleiterin meinte, alternativ könnten Geschwindigkeitsanzeigetafeln angeschafft werden, mit denen man bisher gute Erfahrungen gemacht habe. Ein Gerät koste zirka 2000 Euro. Diese Anzeigetafeln sollten fest in den Ortsteilen Steinbach und Hundheim installiert werden.

Das Gremium diskutierte die Sachverhalte ausführlich. Schließlich formulierte Jürgen Goldschmitt den über den vorliegenden Beschlussvorschlag der Verwaltung hinausgehenden Antrag, in der Schö-nertsbachstraße auf Höhe des Kindergartens eine 30er-Zone einzurichten und Geschwindigkeitsanzeigetafeln zur Aufstellung in den Ortsteilen Steinbach und Hundheim anzuschaffen. Dem stimmten die Räte einhellig zu.

Beschwerde

Dann ging Hickl-Seitz auf eine mögliche Verkehrsberuhigung im Gartenweg in Steinfurt ein. Ein Anlieger habe sich beschwert, dass die Fahrzeuge dort zu schnell unterwegs seien. Zudem werden durch parkende Fahrzeuge Durchfahrt und Sicht erschwert. Die Verkehrsbehörde und die Polizei, so die Hauptamtsleiterin, haben beim Verkehrstermin eine 30er-Zone als nicht notwendig erachtet.

Das Gremium traf am Montag keine Entscheidung. Es will mit dem Besitzer des Hotels in der Nähe eine unbürokratische Lösung suchen.

Weiter ging es um das Parken im Wolferstetter Weg in Külsheim durch die Besucher einer Gaststätte und eines Vereinsheims. Vor allem größere Fahrzeuge hätten Probleme bei der Durchfahrt, wenn auf beiden Straßenseiten Fahrzeuge stehen, so die Hauptamtsleiterin.

Die Verkehrsbehörden und die Polizei empfehlen, hier ein geordnetes Parken einzurichten. Das erfolge durch die Anordnung eines absoluten Halteverbots zwischen den Einmündungen Haagstraße und Schafhausweg sowie durch die Ausweisung von Parkplätzen. Das Aufstellen entsprechender Schilder und die Anlage der Parkplätze würden etwa 7000 Euro kosten, so Hickl-Seitz. Die Einhaltung der Regelung müsste regelmäßig von der Polizei überprüft werden.

Die Hauptamtsleiterin verwies zudem darauf, dass Pater-Grimm-, Haagstraße und Wolferstetter Weg bevorrechtigt vor dem Schneidmühlweg seien.

Nach einer angeregten Debatte stimmte der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag bei einer Gegen-stimme von Matthias Berberich zu. Demnach soll eine Parkregelung im Wolferstetter Weg aus Kostengründen nicht eingerichtet werden. Die Betreiber der Gaststätte sowie die Besucher des Vereinsheimes werden auf ein geordnetes Parkverhalten hingewiesen.

Hickl-Seitz informierte über Beschwerden von Anliegern der Bürgermeister-Junghans-Straße“, einer Sackgasse, dass auf dem Unterflurhydranten verbotswidrig und im Bereich der Wendeplatte großzügig geparkt werde. Die Beschwerden seien mit der Verkehrsbehörde besprochen. Man werde die Anwohner schriftlich auf korrektes Verhalten hinweisen. Der Gemeinderat nahm das zustimmend Kenntnis. hpw