Külsheim

Großer Markt Obwohl das Volksfest ausfällt, werden mit der Veranstaltung verbundene Traditionen gepflegt

Schlepperfreunde erfreuten mit Umzug

Külsheim.Der Große Markt in Külsheim fällt in diesem Jahr wegen Corona aus. Das hält aber so manchen Bürger nicht davon ab, mit dem Fest verbundene Traditionen zu pflegen.

Der Große Markt in Külsheim fand seit 1900 nur in den Zeiten der beiden Weltkriege nicht statt. Normalerweise wäre die Veranstaltung am Donnerstagabend mit dem Umzug eröffnet worden. Da auch dieser aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, kamen die Schlepperfreunde Külsheim vor einigen Wochen auf die Idee, einen kleinen Umzug zu organisieren.

Die Besatzungen von zehn meist betagten Traktoren, darunter die Marken John Deere, Ford, Kramer, Porsche und Deutz, trafen sich am Abend an der Feuerwehrzentrale. Die beim Festumzug üblichen Böllerschüsse wurden durch eindringliches Hupen ersetzt.

Die Fahrt führte über den Schneidmühl- und den Schafhausweg zum Wolferstetter Weg, wo der Festumzug zum Großen Markt üblicherweise startet. Über die Pater-Grimm-Straße rollte der Tross zum „Gelben Haus“, dessen Bewohner den Schlepperfreunden fröhlich zuwinkten. Nach einer Ausfahrt zu den Aussiedlerhöfen am Roten Rain ging es zurück und quer durch Külsheim zum Ausgangspunkt.

Das kleine Spektakel erfreute auch einige erstaunte Passanten. Andere wiederum beendeten sogar das Abendessen, um einen Blick auf den Umzug der besonderen Art zu erhaschen.

Mangels eines Festzelts, das zu dieser Jahreszeit normalerweise hinter der Festhalle aufgebaut ist, trafen sich die Umzügler abschließend im Biergarten.

Auch andere Traditionen des Großen Markts werden trotz Corona beibehalten. So fand die Bierprobe, mit der normalerweise auf das Fest eingestimmt wird, im „Küferstüble“ statt. Am Donnerstagabend folgten Bieranstiche im privaten Bereich. Dazu wurde sogar eine Biertischgarnitur auf dem Schlossplatz aufgebaut. hpw