Külsheim

Sondergebiet „Sportanlagen/Feuerwehr“ Gemeinderat bringt Bebauungsplanverfahren weiter voran

Schaffung von einheitlichem Baurecht

Archivartikel

Külsheim.In der öffentlichen Sitzung des Külsheimer Gemeinderats am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses wurden Arbeiten zur energetischen Sanierung der Sporthalle der Pater-Alois-Grimm-Schule vergeben. Weiter ging es um die Urnengräber in der Gesamtstadt sowie die Aufstellung des Bebauungsplans für das Sondergebiet „Sportanlagen/Feuerwehr Hundheim-Steinbach“.

Sanierung der Sporthalle

Wie Heiko Wolpert vom Bauamt erklärte, sei die aus den 1960er Jahren stammende Lüftungsanlage zum Beheizen der Sporthalle veraltet. Es werde eine hohe Energieleistung benötigt.

Der Gemeinderat habe im Juli 2018 beschlossen, die Lüftungsanlage zu demontieren und die Beheizung der Halle über Deckenstrahlplatten vorzunehmen. Diese können über die zentrale Heizung versorgt werden. So reduziere man die Energiekosten.

Die Gewerke Heizungs- und Lüftungsarbeiten seien beschränkt ausgeschrieben worden. Der Auftrag für die Heizung beinhaltet Lieferung und Montage der Deckenstrahlplattenheizung sowie den Anschluss an die bestehende Heizung. Das Gremium vergab dieses Gewerk an die Firma Barta (Külsheim) für 66 250 Euro.

Der Auftrag für die Lüftungsarbeiten beinhaltet Rückbau und Entsorgung der alten Lüftung sowie Lieferung und Montage der neuen Anlage. Den Zuschlag erhielt die Firma Kuhn (Höpfingen) für rund 57911 Euro. Beide Vorhaben sind im Vermögenshaushalt 2019 finanziert, die Ausführung der Arbeiten jeweils im Herbst 2019 geplant. Beiden Maßnahmen stimmte das Gremium unisono zu.

Zum Thema „Urnengräber in der Gesamtstadt Külsheim“ sagte Bürgermeister Thomas Schreglmann, es gehe hier die Tendenz hin zur Urnenbestattung. So gebe es Anfragen aus Eiersheim, Steinbach vor und Steinfurt, ob dort neue Urnenfelder angelegt werden können. Die bestehenden Urnengräber in Külsheim, Hundheim und Uissigheim würden gut angenommen.

Daten zu Urnengräbern seien in der Gesamtstadt erhoben worden, so der Bürgermeister. In fast allen Ortsteilen gebe es ausreichende Angebote. Akuter Handlungsbedarf bestehe in Steinfurt. Eine Notwendigkeit für ein zusätzliches Urnenfeld in Eiersheim und Steinbach gebe es nicht.

Das Gremium sprach sich dafür aus, dass die Friedhofsausschüsse in den Ortsteilen darüber Gedanken machen sollen, wie man den Wünschen der Bürger gerecht werden könne.

Weiter ging es um die Aufstellung des Bebauungsplans Sondergebiet „Sportanlagen/Feuerwehr Hundheim-Steinbach“. Irene Trabold vom Bauamt erläuterte, dass der Sportplatz des FC Hundheim/Steinbach eine fest etablierte Sportanlage sei. Diese sei mit der Zeit weiterentwickelt worden. Schon vor Jahren habe das Landratsamt signalisiert, es sei ein Bebauungsplan aufzustellen.

Nun wolle der FC das Sportheim erweitern und zusätzlich einen Bikepark errichten. Beide Maßnahmen werden über das Leader-Programm gefördert, ein Bewilligungsbescheid liegt bereits vor.

Die Stadt Külsheim plane, so Dorbath weiter, im Bereich der Sportanlagen für die Stadtteile Hundheim und Steinbach ein gemeinschaftliches Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Die Grundstücke dafür habe man schon erworben.

Für alle Maßnahmen soll nun ein einheitliches „Baurecht“ geschaffen werden, betonte Trabold. Den Aufstellungsbeschluss hat der Gemeinderat im März gefasst. Ziel und Zweck des Bebauungsplans sei nun, auf einem Plangebiet der Größe von 3,02 Hektar die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung und Erweiterung der Sportanlagen sowie für die Errichtung eines Gebäudes für kommunale Feuerwehrzwecke zu schaffen.

Das Sondergebiet „Feuerwehr“ diene der Unterbringung von Gebäuden, Geräten und baulichen Anlagen für kommunale Feuerwehrzwecke. Die gesamten Erschließungsanlagen für Abwasser, Wasser- sowie Stromversorgung und Straßen seien vorhanden. Es sei vorgesehen, eine separate Ausfahrt auf die Landesstraße herzustellen. Das Niederschlagswasser auf dem Feuerwehrgelände soll in einer Zisterne gesammelt werden und für Übungszwecke zur Verfügung stehen, erläuterte die Fachfrau.

Die ausgehenden Emissionen, so eine Untersuchung, liegen im Rahmen der zulässigen Werte. Ein Umweltbericht mit Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung und artenschutzrechtlicher Prüfung werde zurzeit erarbeitet, so Trabold.

Der Bürgermeister erklärte, man sei daran gebunden, das formelle Verfahren insgesamt so zu durchlaufen. Der Gemeinderat stimmte der Vorgehensweise einhellig zu.

Stadtkämmerin Elke Geiger-Schmitt informierte über erfolgte Spenden zwischen dem 21. November und dem 31. August. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf über 31 700 Euro. Die Kämmerein listete besondere Spendenbereiche auf wie die Pater-Alois-Grimm-Schule, die Restaurierung der Mariensäule in Külsheim, die Flüchtlingshilfe, die Hütte am Stahlberg in Uissigheim, die Jugendmusikschule, Anlagenbänke oder den Heimatbrief. Der Gemeinderat entschied einstimmig, alle Spenden anzunehmen und für den vorgesehenen Zweck zu verwenden. hpw