Külsheim

Auswirkungen von Corona auf die Kommune Külsheimer Arbeitsstab trifft sich zwei Mal wöchentlich

Planmäßige Abwicklung der 2020 geplanten Investitionen

Archivartikel

Külsheim.In der Sitzung des Külsheimer Gemeinderats am Montag in der Festhalle wurde ausführlich zur Corona-Pandemie aus Sicht der Stadt Külsheim informiert. Bürgermeister Thomas Schreglmann bezeichnete die Belastung für eine solch kleine Verwaltung wie in Külsheim als extrem. Der Corona-Arbeitsstab treffe sich momentan zweimal wöchentlich.

In der Verwaltung arbeiten die Mitarbeiter in Einzelbüros. Zudem sei Urlaub abgebaut worden. Die Reinigungskräfte der Pater-Alois-Grimm-Schule seien während deren Schließung anderweitig eingesetzt worden, so Schreglmann weiter. Auch die Kräfte der Nachmittagsbetreuung haben andere Tätigkeiten übernommen.

Neue Arbeitsverträge

Er sei dankbar, so der Bürgermeister, dass für eine vorübergehende Zeit neue Verträge mit reduzierter Arbeitszeit hätten unterschrieben werden können. Der Bauhof arbeite in zwei autarken Schichten, bei den Kläranlagen seien die Mitarbeiter komplett getrennt. Die Notbetreuung in den Kindergärten funktioniere, Dank gehe an beide Kirchen.

Insgesamt, so glaube er, habe man das Ganze bislang sehr gut hinbekommen, der Gemeinderat sei stets informiert gewesen, betonte der Bürgermeister. Ein allgemeines Problem sei, dass aktuelle Beschlüsse von der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten öffentlich bekanntgegeben werden. Die Umsetzer wie die Verwaltung der Stadt Külsheim allerdings müssten einige Tage warten, bis alles in Verordnungen und Gesetze gegossen sei.

„Es wird uns treffen“

Ein wichtiges Thema seien die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf den städtischen Haushalt. Grundsätzlich könne zum jetzigen Zeitpunkt niemand eine verlässliche Aussage treffen, „aber es wird uns treffen“. So sei bei den Gewerbetreibenden im Stadtgebiet die Bandbreite der Auswirkungen groß. Der eine merke es gleich, der nächste später, der andere gar nicht. Interessant sei die nächste Steuerschätzung. Bei der Soforthilfe des Landes in Höhe von 100 Millionen Euro für Städte und Gemeinden seien erst die Land- und Stadtkreise an der Reihe, dann die Kommunen. Mit den 27 080 Euro für Külsheim jeweils für April und Mai sei man einigermaßen hingekommen. Schreglmann sprach hier von ausgefallenen Kindergartengebühren, Gebühren für die Musikschule und Entgelte für die Schülerbeförderung.

Wie Stadtkämmerin Elke Geiger-Schmitt ergänzte, beliefen sich Mitte Mai die liquiden Mittel auf 1,75 Millionen Euro. Die Mehrerlöse aus Bauplatzverkäufen betragen 287 000 Euro, die Mehrerlöse im Gewerbepark II 440 000 Euro.

Im Ergebnishaushalt liege der Ansatz bei der Gewerbesteuer bei einer Million Euro. Man prognostiziere zum Jahresende 500 000 Euro. Bei der Einkommensteuer und dem Ansatz von 2,643 Millionen Euro habe die Abrechnung zum ersten Quartal planmäßig 25 Prozent erbracht. Auch hinsichtlich der Schlüsselzuweisungen, deren Ansatz bei 3,0817 Millionen Euro liege, komme die erste Rate auf 25 Prozent. Weitere Zahlungen blieben abzuwarten, der Gemeindetag mache im Moment keine Schätzungen.

Finanzieller Ausgleich

Wie Geiger-Schmitt sagte, sei es möglich, die geplanten Investitionen 2020 planmäßig abzuwickeln. Die Einnahmeausfälle im Ergebnishaushalt könne man durch vorhandene liquide Mittel und Mehreinnahmen ausgleichen. Die Investitionen für den evangelischen Kindergarten würden in diesem Jahr nicht mehr kommen. Der Baubeginn für das Feuerwehrhaus Hundheim/Steinbach könne gesteuert werden. Wenn erst im November ausgeschrieben werde, liefe 2020 nicht mehr viel. hpw