Külsheim

Gemeinderat Firma Leis erhielt den Auftrag für Abbruch von zwei Gebäuden im Innerortsbereich von Uissigheim / Verkaufspreise der Grundstücke sollen kostendeckend sein

Ortskern weiter positiv entwickeln

Archivartikel

Der Külsheimer Gemeinderat beschloss den Abbruch von zwei Gebäuden im Innerortsbereich von Uissigheim. Dadurch sollen die Grundstücke einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

Külsheim. Ein Tagesordnungspunkt der Sitzung des Külsheimer Gemeinderates war die Vergabe von Abbrucharbeiten auf zwei Anwesen in Uissigheim. Es handelt sich um die Anwesen Ritter-Arnold-Straße 11 und Ringstraße 5. Den Zuschlag erhielt die Firma Leis Abbruch- und Recycling GmbH (Walldürn) für 86 087 Euro.

Bürgermeister Thomas Schreglmann erläuterte, man versuche jährlich, über das „Entwick-lungsprogramm Ländlicher Raum“ (ELR) Anträge zu stellen, nicht mehr sanierfähige Hofstellen und alte Häuser einer neuen Nutzung zuzuführen. Hier gelte „innen vor außen“. Die Grundstückszuschnitte im Altortbereich seien indes nicht immer optimal, jedoch gut nachnutzbar.

Heiko Wolpert vom Bauamt erläuterte, die beiden Anwesen seien seit Jahren unbewohnt und von der Stadt erworben worden mit dem Ziel, innerörtliche Bauflächen zu aktivieren. Beide Anwesen sollen abgebrochen und als innerörtliche Bauflächen wieder veräußert werden. Die Gesamtmaßnahme werde über das Entwicklungsprogramm ländlicher Raum gefördert.

Das günstigste Angebot habe die Firma Leis (Walldürn) abgegeben, so Wolpert, wobei 39 043 Euro auf das Anwesen „Ritter-Arnold-Straße 11“ entfielen, 47 044 Euro auf das Anwesen „Ringstraße 5“. Es sei vorgesehen, das Anwesen „Ritter-Arnold-Straße 11“ im November abzubrechen, im Anschluss daran das Anwesen „Ringstraße 5“ im Dezember 2019 oder Januar 2020. Beide Abbrüche, sagte der Mann vom Bauamt, seien im Haushalt 2019 beziehungsweise 2020 finanziert, ELR-Zuschussmittel von insgesamt 26 240 Euro bewilligt. Man wolle die Bauplätze für 60 Euro je Quadratmeter anbieten, eine gewisse Attraktivität, im Ortsinnern zu bauen, sei gegeben.

Jürgen Goldschmitt sagte, man solle beim Verkaufspreis höher tendieren, so anpassen, dass die Maßnahme kostendeckend gelinge.

Matthias Berberich äußerte, natürlich sei es ein Erfolg, dass hier etwas gemacht werde. Er hinterfragte jedoch den Grunderwerb bei Einsturz gefährdeten Gebäuden, „Eigentum verpflichtet“.

Schreglmann stellte heraus, die Stadt bezahle Grund und Boden, um Ortskerne weiter zu entwickeln.

Martin Winkler schloss sich dem Grundgedanken Berberichs an. Eigentümer würden belohnt dafür, Jahre lang nichts gemacht zu haben. Die Stadt solle künftig schauen, ob solche Objekte günstiger zu kriegen seien.

Stefan Grimm meinte, hier sei differenziert zu betrachten. Beim ersten Objekt sei Nachfrage da, weil das Grundstück attraktiv sei, beim zweiten Objekt habe er Bedenken, dieses los zu bekommen.

Es solle künftig nicht immer der Bodenwert bezahlt werden, durch steigende Abbruchkosten werde „der alte Schrott“ immer mehr nichts wert.

Wolpert ergänzte zum Ankauf, „wir wollen aktiv etwas machen“ und man sehe dies als Gewinn für den Ortsteil und für die Gesamtstadt.

Auf eine Anfrage von Eric Bohnet hin, die Ortsdurchfahrt Uissigheim solle nächstes Jahr gemacht werden, antwortete der Bürgermeister, die Kommune müsse ihre Hausaufgaben machen, das Straßenbauamt mache sich inzwischen Gedanken über Alternativen.

Uissigheims Ortsvorsteher Klaus Kuß meinte, gewiss verpflichte Eigentum. Wenn man innerorts Entwicklung wolle, „dann müssen wir etwas tun“.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Abbrucharbeiten wie vorgetragen an die Firma Leis zu vergeben. Die Verwaltung wurde ermächtigt, die Verkaufspreise kostendeckend zu gestalten. hpw