Külsheim

Bauplatzsituation Gremium diskutierte die Entwicklungsmöglichkeiten

Nachfrage ist sehr groß

Külsheim.Ausgiebig diskutiert wurde in der Sitzung des Sitzung des Külsheimer Gemeinderats am Montag in der Festhalle die aktuelle Bauplatzsituation sowie die Entwicklungsmöglichkeiten in der Kernstadt und in den Ortsteilen.

Nach Aussage von Heiko Wolpert vom Bauamt, sind im Külsheimer Baugebiet „Seeflürle“ keine Plätze mehr verfügbar. Flächen wurden am Steinbacher Weg, Keltenweg und in der Bergstraße verkauft. Die Nachfrage nach Baugrundstücken in Külsheim sei weiter hoch, betonte Wolpert. Es gebe 16 Interessenten für eine Erweiterung „Seeflürle“ sowie je einen für den „Wohnpark Prinz-Eugen“ und für seniorengerechtes Wohnen.

In Hundheim sei im Gebiet „Vorderes Lehen“ der letzte Bauplatz reserviert. Für eine Erweiterung gebe es zwei Interessierte. Im Sanierungsgebiet im Ortskern gebe es Baugrundstücke in der Schmiedsgasse und in der Dörlesberger Straße. Im Steinbacher Baugebiet „Steinwiesen IV“ seien ein Bauplatz verkauft und vier Flächen reserviert. Im Baugebiet „Hinterm Dorf“ (Uissigheim) seien im ersten Abschnitt alle Plätze verkauft. Es gebe drei Bewerber für einen zweiten Abschnitt und Reservierungen für Baugflächen in der Ritter-Arnold-, Höhen und Ringstraße.

Im Eiersheimer Baugebiet „Birnberg“ seien alle Plätze im Abschnitt I verkauft, der Bereich unter der Stromleitung seien unverkäuflich. Es gebe zwei Bewerber für eine Erweiterung des Baugebiets. In Steinfurt sei im Gartenweg ein Bauplatz verkauft, einer noch verfügbar, wobei die Erschließung noch anstehe.

In der Summe, so Wolpert, stehen auf der Liste 33 Bauwillige. Zwei Drittel von ihnen kommen aus der Gesamtstadt, darunter seien auch „Rückkehrer“. Es sei weiter von einer hohen Nachfrage – auch aus dem Umland und den Ballungszentren – auszugehen, meinte der Redner. Er verwies auf die Wohnqualität auf dem Land, attraktive Bauplatzpreise, die Möglichkeiten des Homeoffice sowie die gute Grundversorgung und Infrastruktur. Auch würden viele Leerstandobjekte nachgenutzt, private Immobilien veräußert.

Wie der Bauamtsmitarbeiter erklärte, werde eine zielgerichtete Erweiterung der Baugebiete und die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen angestrebt. Kurzfristig umgesetzt werden könnte die Erweiterung des Baugebiets „Seeflürle“ um zwölf Plätze. Über den Grunderwerb werde aktuell verhandelt. Die Vorstellung des Projekts „Mischbebauung Ziegelhütte“ durch einen Privatinvestor folge in der nächsten Gemeinderatsitzung.

Bei einer Erweiterung des Baugebiets „Vorderes Lehen“ in Hundheim könnten sechs Plätze auf gemeindeeigener Fläche ausgewiesen werden. Für einen zweiten Abschnitt des Baugebiets „Birnberg“ in Eiersheim laufe momentan der Grunderwerb. Dort könnte fünf bis sechs Bauplätze entstehen, so Wolpert. Die Erweiterung des Baugebiets „Hinterm Dorf“ in Uissigheim würde acht Bauplätze ergeben. Ein Grunderwerb durch die Stadt sei nicht erforderlich.

Zusammenfassend meinte Wolpert, es gelte die Weichen zu stellen, um den Bedarf an Bauplätzen zu decken. Die nötigen Mittel würden 2021 eingestellt, man wolle gebündelt ausschreiben. 2021 sollte auch über künftige Baugebiete in der gesamten Stadt nachgedacht werden. Bürgermeister Thomas Schreglmann sah eine insgesamt gute Entwicklung.

Aus dem Gremium kamen durchweg positive Rückmeldungen zu dem Gehörten. Während der Debatte hieß es, man müsse nach vorne denken. Baulücken gebe es in Külsheim in sehr überschaubarem Maß, im Gebiet „Seeflürle“ sei eine zweite Ein- und Ausfahrt anzustreben. Der Bebauungsplan „Birnberg“ sei größer als das, was bebaut ist. Man wolle weiter zweigleisig fahren hinsichtlich „grüner Wiese“ und „innerörtlicher“ Bebauung, Investitionen für Bauplätze könnten relativ schnell amortisiert werden. Angesprochen wurde auch Festschreibungen hinsichtlich des Klimaschutzes.

Der Gemeinderat beauftragte einstimmig einen Fachplaner für die Erschließungsplanungen „Seeflürle“ (Bauabschnitt III) in Külsheim, „Vorderes Lehen“ (Bauabschnitt III) in Hundheim und „Hinterm Dorf“ (Bauabschnitt II) in Uissigheim. Eingeleitet werden soll das Bebauungsplanverfahren zur weiteren Erschließung des Baugebiets „Seeflürle“. Beschlossen wurde die technische Prüfung der Erschließung des Baugebiets „Birnberg“ (Bauabschnitt II) in Eiersheim und die Beauftragung eines Fachplaners bei positiven Grunderwerbsverhandlungen.

Auf die Fragen von Bürgern, in welchem Zeitrahmen ein mögliches Neubaugebiet in Steinbach geplant werde, sprach Schreglmann von zwei Jahren. Zu einem möglichen Auswahlverfahren, wenn es mehr Bewerber als Bauplätze gebe, erklärte Heiko Wolpert, dass man sich einer solchen Frage bisher nicht habe stellen müssen. hpw