Külsheim

„Night of the Bands“ Die Premiere in der Külsheimer Festhalle kam beim Publikum sehr gut an

Musikalisches Wohlfühlpaket machte Spaß

Archivartikel

Ein gelungener Auftakt: Die erster „Night of the Bands“ in der Külsheimer Festhalle kam beim Publikum sehr gut an.

Külsheim. Die erste „Night of Bands“ begeisterte am Samstagabend in der Festhalle in Külsheim mehr als 100 Besucher. Zu hören waren mit unterschiedlichen Stilrichtungen „CoolTownJazzBand“, „Just Brass“, „BlueNote“ und „Page“, jeweils etwa 40 Minuten lang. Veranstalter war der örtliche Verein „Spätlese“.

Jürgen Ballweg begrüßte die Zuhörer mit dem Gedanken, diese mögen eintauchen in die musikalische Vielfalt der vier Bands. „Öffnen Sie Geist und Seele“ gab er den erwartungsfrohen Zuhörern mit, „genießen Sie einen tollen Abend“. Das taten die Gäste denn auch weit über drei Stunden lang.

Zuerst wurden die Musikbegeisterten von der vierköpfigen „CoolTownJazzBand“ verzaubert, bei der sich zwei Sängerinnen abwechselten.

Das erste Stück „Sunny Side of the Street“ gab den sprachlich gut begleitenden Einstieg in den musikalischen Abend, bei dem alle auf der Sonnenseite des Lebens stehen konnten. Es folgten mit „Funny Valentine“ eine ausdruckstarke Ballade, mit „Miss Celie’s Blues“ ein traditioneller Blues sowie der Jazz-Standard „My Baby just cares for me“.

Weiter ging es mit dem echten Jazz-Klassiker „All of me“ und dem Bossa Nova „Night and Day“, beide aus den 1930er Jahren.

Weit jünger indes waren die darauf folgenden „Baby Blues“ und „Pärchenallergie“, ehe die „CoolTownJazzBand“ ihren Part mit dem Jazz-Standard „Summertime“ und der „Klezmer Ouvertüre“ ausklingen ließen.

Der jeweils erschallende Beifall nach Ende eines Stückes setzte sich über den ganzen Abend fort.

„Just Brass“ aus dem Brehmbachtal boten klassische bis moderne Bläsermusik, begannen mit „The Rejoicing“ aus Händels Feuerwerksmusik. Anschließend tauchte das Quintett mit „Once upon a Time in the West“ in die Kinowelt der späten 1960er Jahre ein, um danach eine mit „The Nearness of You“ eine Jazzballade aus den 1930er-Jahren folgen zu lassen.

„Just Brass“ setzten fort mit der berühmten „Bohemian Rhapsody“ in einer Version für Blechbläser-Quintett und spielten mit „Carrickfergus“ eine alte irische Ballade in neuerem Arrangement. Hier ab-schließend erklang der schöne „Marsch der Titanen“. Wo zuvor Ballweg moderiert hatte, tat dies bei „Just Brass“ Hans-Peter Scheifele.

Bereits hier gab es eine Vielzahl lobender Anmerkungen aus dem Publikum. Man kommentierte mit „eine schöne Mischung“, mit „phantastische Präzision“ und/oder „sehr gute sängerische Leistungen“. Ein Mann erzählte, er könne sich bei der Musik sehr gut vorstellen, mit einer Zigarre im Mund und einem Glas Whisky in der Hand gerade in einem Keller in New Orleans zu sein.

Die sieben Jungmusiker der Jazz Combo „BlueNote“ hatten den Mut, bewusst auch Stücke außerhalb des Mainstreams zu spielen. Die Resonanz des Publikums gab ihnen Recht. Das Septett präsentierte zuerst „The chicken“, dann das besonders herausfordernde „Whiplash“ in einem innovativen und chaoti-schen Arrangement als „Schleudertrauma im 7/4-Takt“.

Die musikalische Reise von „BlueNote“ vereinnahmte die Zuhörer mit dem Liebeslied „Besamé Mucho“, dem Jazzstandard „Caravan“ sowie der einst sehr populären Melodie „A Nightingale sang in Ber-keley Square“. Auch hier forderte das Publikum „Zugabe“.

Die bisherigen drei Bands agierten im Saale, das den Abend abschließende Sextett „Page“, die Leh-rerband der örtlichen Pater-Alois-Grimm-Schule, überzeugte von der Bühne aus mit Werken aus dem Bereich Rock und Pop. In kraft- und kunstvoll vorgetragener Weise gewann diese Band die Zuhörer mit „Beds are burning“, „Summer of ‘69“, „Holiday“, „Gigolo“ und „Like the way I do“ ebenso wie mit „Give a little bit“ und abschließend „Sympathy for the devil“.

Das Publikum zeigte sich dankbar dafür, dass den Abend über verschiedene Musik- und Stilrichtun-gen gespielt wurden. Die Kommentare des Zuhörer wie „Ich habe richtig Gänsehaut gekriegt“ oder „traumhaft“ waren durchweg positiv.

Zur Überraschung der Zuhörerschaft taten sich den musikalischen Teil des Abends beendend alle vier Bands zusammen, um mit „Feeling good“ die Stimmung perfekt auszudrücken. Ehe man den Abend bei Gesprächen und Getränken in gemütlicher Runde ausklingen ließ, hatte Ballweg verheißend „vielleicht gibt es eine Fortsetzung“ in den Saal gerufen. hpw