Külsheim

Mahnfeuer entzündet Aktion in der Brunnenstadt zog rund 100 Interessierte an / Veranstaltungen auch in Königheim und Tauberbischofsheim

Landwirte und Winzer wünschen Dialog

Landwirte und Winzer aus der Region haben am Samstag mit Aktionen auf ihre zunehmend problematische Situation aufmerksam gemacht. Dazu wurde auch in Külsheim ein Mahnfeuer entzündet.

Külsheim. Landwirte und Winzer aus allen Ortsteilen der Gesamtstadt Külsheim trafen sich am frühen Samstagabend auf dem ZG-Gelände in der Daimlerstraße. Mit einem Mahnfeuer machten sie symbolisch und später im offenen Dialog mit der Bevölkerung aufmerksam auf viele Themen, die derzeit im Zusammenhang mit Landwirtschaft und Weinbau öffentlich im Gespräch sind. Etwa 100 Bürger waren der Einladung gefolgt.

Volker Erbacher (Steinfurt) und Michael Bundschuh (Steinbach) sprachen verschiedene Bereiche an, bei denen es ihrer Meinung nach manch einseitige Berichterstattung zuungunsten der Landwirtschaft und des Weinbaus gegeben habe. Wie sie unterstrichen, müssten natürlich auch die Landwirtschaft und der Weinbau ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Indes agierten Landwirte und Winzer aber anders, als oft dargestellt.

Die beiden Sprecher betonten, dass Bürokratie immer weiter zunehmen, der Rückgang des Lebensraums für Insekten auch durch Verhalten in der Bevölkerung verursacht werde. Imkerverbände seien gegen das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und die Landwirtschaft sorge für Blühstreifen und Honigweiden. Weitere angesprochene Stichworte waren der Rapsanbau und Flächenverbrauch, das Tierwohl, Glyphosat und Nitratbelastung.

„Wendet euch an uns, fragt,“, appellierten Erbacher und Bundschuh an die Besucher des Mahnfeuers, mit den Landwirten und Winzern direkt zu sprechen. Dieser Aufforderung kamen die viele Angesprochene noch an diesem Abend nach.

Sachliche Diskussionen

Die Diskussionen im kleinen Rahmen verliefen sachlich und fair, manchmal auch emotional.

Somit hat das Mahnfeuer in Külsheim seinen Zweck als Plattform für einen offenen Dialog erfüllt.

Die Impfinger Landwirte trafen sich am Samstag mit Berufskollegen aus den Nachbargemeinden am Ortseingang von Tauberbischofsheim, um mit ihren Traktoren per Warnblinker und Rundumleuchten auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

An der Initiative „Land schafft Verbindung“ beteiligten sich weitere Landwirte und Winzer beim Mahnfeuer auf dem Königheimer Kirchberg. „Mit dieser Aktion wollen wir mit den Leuten, die der Landwirtschaft fern sind, ins Gespräch kommen und auch aufklären“, erklärte Karlheinz Sack, Bereichsvorsitzender für Tauberfranken im Badischen Weinbauverband. hpw/ses/cma