Külsheim

Pläne für 2021 Mittagstisch-Angebot und Patenschaft für Panzerbataillon stehen auf Wunschliste

Kommune hat einiges vor

Archivartikel

Külsheim.„Das nächste Jahr wird spannend. Wir blicken positiv auf 2021“, sagt Külsheims Bürgermeister Thomas Schreglmann. Mit ein Grund für seinen Optimismus sind neben den Rücklagen die mit fast sieben Millionen Euro veranschlagten Investitionen.

Rekordzahl

Beim Blick auf diese Summe stellt Schreglmann beim Jahresabschlussgespräch im Rathaus begeistert fest: „Das ist eine Rekordzahl für uns.“ In der städtischen Historie habe dieser Wert bislang nur drei Mal in einem Jahr über vier Millionen Euro betragen.

Dem Bürgermeister ist dabei auch wichtig, dass die Kommune die Finanzierung der geplanten Projekte fast ohne Neuverschuldung „hinbekommen“ werde. Er nennt dabei eine Summe zwischen 200 000 und 250 000 Euro. Umgerechnet auf die 5267 Einwohner der Gesamtstadt (Stand: 30. Juni) ergibt sich zum 1. Januar eine Pro-Kopf-Verschuldung von 825 Euro. Zwei Jahre zuvor waren es noch 995 Euro.

Der Rathaus-Chef und Bauamtsleiter Heiko Wolpert verhehlen nicht, dass Geld, das 2020 im Etat eingeplant war, teilweise nicht abgeflossen sei: „Sicherlich hätten wir eine Million Euro mehr ausgegeben.“ Auch bedingt durch die Corona-Pandemie sei es jedoch zu Verzögerungen bei der Vermessung von Baugebieten gekommen, nennt Wolpert einen Grund für den „Ausgaben-Stau“.

Weiter vorangehen soll das Großprojekt „Feuerwehrhaus“ für die Abteilungen Hundheim und Steinbach. „Planung, Grunderwerb und Finanzierung stehen, die Ausschreibungen sind in den letzten Zügen“, sind Schreglmann und Wolpert voller Vorfreude. Die Arbeiten sollen im März beginnen. Teils umgesetzt oder für 2021 vorgesehen sind Urnenbaumfelder in den Friedhöfen in Eiersheim, Steinbach und Steinfurt.

Geld ausgeben will die Kommune ebenso für die Gemeindezentren. So sollen im Steinbacher Gebäude die WC-Anlage der Damen saniert und neue Fenster in der Mietwohnung eingebaut werden. Das Gemeindezentrum in Hundheim wird eine neue Heizung, das in Eiersheim neue Heizkörper erhalten. Weitere Ausgabeposten sind etwa die Planung der Generalsanierung der Uissigheimer Stahlberghalle und ein Zuschuss zur Sanierung des Sportheims des FC Hundheim/Steinbach.

Gesundheitszentrum

Hoch erfreut sind die Stadt-Verantwortlichen über die Pläne des ortsansässigen Allgemeinmediziners Dr. Volker Dietz. Dieser plant, im Gewerbepark II ein gesundheitliches Versorgungszentrum einzurichten.

Zwar sei man in Külsheim medizinisch momentan gut aufgestellt. Doch das könne sich ändern, wie Schließungen von Praxen in der Umgebung gezeigt haben. Dietz gehe mit dem Vorhaben „ein Risiko ein, und dafür bin ich ihm sehr dankbar“, betont Scheglmann. Er investiere viel Geld und müsse gleichzeitig weitere Mediziner für das Gesundheitszentrum finden. Der Bürgermeister: „Das Zentrum ist für Külsheim und die Gemeinden in der Nachbarschaft ein Riesenglücksfall.“

Froh wäre der Rathaus-Chef, wenn sich die Mittagstisch-Versorgung in Külsheim verbessern würde. Denn: „Was nutzt es, dass wir Wanderwege haben, aber die Leute nichts zu essen bekommen?“ Die Kommune wolle nicht in Konkurrenz zur Gastronomie treten. Doch hoffe man auf eine Zusammenarbeit mit einem Caterer-Betrieb im Gewerbepark, der das benachbarte und momentan leer stehende frühere Unteroffizierskasino nutzen könnte.

Auf der Wunschliste steht auch die Übernahme einer Patenschaft für das Panzerbataillon 363 in Hardheim. Es gab schon Gespräche mit dem Kommandeur. Doch die „oberste Heeresleitung“ müsse noch zustimmen. Die Patenschaft wäre ein „Zeichen der Verbundenheit, so Schreglmann: „Schließlich ist das 363er eigentlich unser Panzerbataillon.“ su